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Afrikas Dürre kommt ins Badezimmer

Wohl nicht nur in unserem Badezimmer ist die ganze Welt zu Gast. Dank des Radios lässt sich jeweils der Tag gut informiert beginnen. Die ausführlichen SRF-Nachrichten zur vollen Stunde begleiten die allmorgendliche Routine mit duschen, rasieren und was sonst noch so zur Morgentoilette gehört.
Andreas Stock
Yellow line notepad with pen on top isolated on a white background. (Bild: Andreas Stock)

Yellow line notepad with pen on top isolated on a white background. (Bild: Andreas Stock)

Wohl nicht nur in unserem Badezimmer ist die ganze Welt zu Gast. Dank des Radios lässt sich jeweils der Tag gut informiert beginnen. Die ausführlichen SRF-Nachrichten zur vollen Stunde begleiten die allmorgendliche Routine mit duschen, rasieren und was sonst noch so zur Morgentoilette gehört. Manuel Stahlberger hatte die Alltagssituation in einem seiner legendären Mäder-Comics trefflich auf den Punkt gebracht: Herr Mäder macht sich unbekümmert für den Tag zurecht, doch die Nachrichten aus dem Radio sind alle schlecht.

Die lethargische Zur-Kenntnis-Nahme im Nebenher des eigenen Tagesablaufs ist längst nicht mehr auf Radio-Informationen beschränkt. Auch die Kurznews in öffentlichen Bussen oder Schlagzeilen, die uns auf dem Smartphone erreichen, lösen wohl oft nur einen ebenso kurzen ausgesprochenen oder unausgesprochenen Gedanken aus. Doch ganz so gleichgültig sind wir ja nicht. Schliesslich gehören Schweizerinnen und Schweizer zu den Spendenfreudigen.

Aus dem Alltagstrott gerissen hat einen kürzlich die Reportage von SRF-Afrikakorrespondent Patrick Wülser. Er berichtete über die schlimmste Dürre in Äthiopien seit 30 Jahren – es sind die verheerenden Folgen von El Niño. Während man selber also an den Wasser- und Duschreglern hantiert, erzählt der Journalist, wie eine junge Frau stundenlang mit einem Zahnputzbecher aus einem Erdloch dreckiges Wasser in einen Kanister füllte. Selten ist man beklommener vor seinen Badezimmer-Armaturen gestanden.

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