Ade Sommer, fertig bunte Vielfalt

Ist er jetzt wirklich schon vorbei? War's das mit dem Supersommer 2015? Hoffentlich nicht. Grilliert, gebadet und Glace geschleckt haben wir zwar genug, auch noch einen Sonnenbrand und noch eine Tropennacht brauchen wir nicht zwingend.

Katja Fischer De Santi
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Yellow line notepad with pen on top isolated on a white background. (Bild: Katja Fischer De Santi)

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Ist er jetzt wirklich schon vorbei? War's das mit dem Supersommer 2015? Hoffentlich nicht. Grilliert, gebadet und Glace geschleckt haben wir zwar genug, auch noch einen Sonnenbrand und noch eine Tropennacht brauchen wir nicht zwingend.

Aber ums Strassenbild ist es schade. Denn die Sonne und die Hitze haben wider Erwarten das Beste aus der Garderobe so mancher Ostschweizerin geholt. Allerorts sah man hübsche Kleidchen flattern, bunte Hosen wurden über braungebrannten Beinen hochgekrempelt, ärmellose Blusen aus dem Schrank geholt, längst vergessene Jupes spazieren geführt, schöne Décolletés präsentiert. Und dann all diese Sandalen, Espadrilles und Loafers. Was für eine Abwechslung zum sonstigen Einheits-Grau-Blau-Beige auf unseren Strassen. Die Alltagsuniform so vieler Damen (Jeans und Shirt), sie war für einige Tage, ja Wochen nicht mehr tragbar; die gesuchten und gefundenen Alternativen in den Schränken und Kleiderläden waren bunt, mutig und lustvoll. Die Männer hatten es zugegebenermassen etwas schwerer. Zu kurze Hosen gehen gar nicht und ein Trägershirt kann Mann nur zur Arbeit tragen, wenn er sich auf einer Baustelle abrackert. Aber bunte Stoffhosen und leichte, helle Hemden machen auch schon was her.

Doch kaum fällt das Thermometer um einige Grade, ist es vorbei mit dem bunten Vielerlei, sofort herrscht wieder der textile Einheitsbrei. Dabei wäre es bei grauem Himmel erst recht vonnöten, die Stimmung mittels schöner Kleider ein bisschen zu heben.