sponsored content
Leichter Anstieg der Zinsen erwartet

Tiefe Zinsen bei Festhypotheken haben die Vorteile einer Saron-Hypothek in den letzten Jahren geschmälert. Dieser Zustand wird sich wohl auch in den kommenden Monaten nicht verändern, auch wenn die Zinsen eher wieder etwas steigen könnten.

Marcel Habegger
Drucken
Teilen

Erstellt im Auftrag von

Erstellt im Auftrag von

Getty Images

Dieser Artikel wurde von der Verlagsredaktion der CH Regionalmedien AG im Auftrag der FinanceScout24 erstellt. Hier geht es zu den CH Media-Richtlinien für Paid Content.

Die Corona-Pandemie hat den Immobilienmarkt angeheizt. Vielen sind ihre eigenen vier Wände seit Anfang 2020 wichtiger geworden. Kommt heute ein Objekt auf den Markt, stehen die Interessenten Schlange. Die Corona-Wellen haben auch die Zinsen wellenartig durch die letzten eineinhalb Jahre begleitet. Mit der ersten Welle im Frühjahr 2020 sind die Zinsen angestiegen und danach wieder abgeflacht. Auch als die Delta-Variante im Sommer 2021 in der Schweiz angekommen war, stiegen die Zinsen wieder leicht an. Die Zeichen stehen auch aktuell auf Zinsanstieg. Wer bereits in Verhandlungen für die Erneuerung oder die Ablösung seiner Hypothek in den nächsten 12 Monaten ist, tut gut daran, diese zeitnah abzuschliessen. «Betrachtet man die letzten Wochen, deuten die Zeichen tatsächlich eher in Richtung Zinsanstieg», sagt auch Fabio Meier, Hypothekarexperte bei Financescout24. «Ich wage jedoch zu behaupten, dass die Zinsen nicht massiv steigen werden. Eine zehnjährige Festhypothek für rund 1,35 bis 1,5 Prozent in den kommenden 12 bis 24 Monaten halte ich jedoch für realistisch», so Meier.

Fabio Meier, Hypothekar-Experte, Financescout24

Fabio Meier, Hypothekar-Experte, Financescout24

Bild: PD

Ein Blick über den Tellerrand lohnt sich

Wer seine Hypothek nicht aufgeteilt hat, ist dabei im Vorteil. Eine Aufteilung bietet zwar ebenfalls die Möglichkeit, Geld zu sparen, bindet die Kunden aber längerfristig an die Finanzinstitute. Der Kunde kann so nach Ablauf der einen Hypothek weniger einfach zu einer anderen Bank wechseln, wo vielleicht ein tieferer Zins auf ihn wartet. Wenn die Hypotheken weniger als zwei Jahre versetzt ablaufen, kann die zweite Tranche allerdings bereits im Voraus abgelöst werden. Herr und Frau Schweizer bleiben im Vergleich mit Ländern wie Deutschland oder Grossbritannien ohnehin oft beim selben Finanzinstitut. Es ist zwar bequemer, bei derselben Bank zu bleiben, jedoch kann es sich durchaus lohnen, über den Tellerrand zu blicken. Auch wenn die Bank die Tragbarkeit und die Belehnung bereits kennt, bedeutet dies nicht, dass die eigene Bank zwingend auch das beste Angebot macht.

Hypothekarvermittler suchen für ihre Kunden bei ihren Partnern nach besseren Zinsen und finden diese auch oft. «Wir kennen den Markt, und unsere Finanzierungspartner wissen, dass sie den Kunden nur mit dem besten Zinssatz erhalten», erklärt Fabio Meier. Er empfiehlt, von Beginn an auf einen Vermittler zu setzen und den Markt nicht allein zu durchforsten. «Der Markt ist unübersichtlich und man kann sich schnell darin verlieren, wenn man selbst sondiert. Dadurch ist auch nie sicher, ob man den für sich besten Deal gefunden hat», erklärt er.

Festhypotheken sind heute oft sogar tiefer

Gewählt wird heutzutage mit grosser Mehrheit eine Festhypothek. Die Zeiten, als vorwiegend die Libor- beziehungsweise die heutige Saron-Hypothek empfohlen wurde, sind vorbei. «Festhypotheken über drei bis fünf Jahre gibt es meist zu gleichen oder sogar tieferen Konditionen als eine Saron-Hypothek für drei Jahre», begründet Meier diesen Trendwechsel. Die Saron-Hypothek wird von Kreditnehmern gewählt, die eine sehr flexible Finanzierung suchen oder in kurzen Zeiträumen amortisieren wollen. «Zwar können Saron-Hypotheken auch nach drei bis sechs Monaten in eine Festhypothek umgewandelt werden. Bei den zurzeit steigenden Zinsen würde ich aber den Abschluss einer Festhypothek empfehlen. Vor allem wenn man plant, das Objekt langfristig zu behalten», so Meier.

Die verschiedenen Hypotheken

Die Festhypothek:

Sie hat einen fixen Zinssatz für die ganze Laufzeit. Das heisst: Man bezahlt immer gleich viel für die Hypothek, egal wie sich der Zins entwickelt.
Kein Risiko bei Zinsanstieg. Man zahlt aufgrund der längeren Laufzeit leicht höhere Zinsen.

Die Saron-Hypothek:
Der Zinssatz passt sich regelmässig an das Zinsniveau an. Das heisst: Je nach Lage zahlt man mehr oder weniger für seine Hypothek.
Man spart, wenn der Zins fällt – steigt er, bezahlt man aber auch mehr. Je nach Produkt kann man von Zeit zu Zeit in eine feste Hypothek wechseln.

Die variable Hypothek:
Man kann jederzeit das Modell oder die Bank wechseln. Das heisst: Verändern sich die privaten Verhältnisse, kann man schnell reagieren.
Man bleibt also flexibel, der Zinssatz ist dafür aber deutlich höher.

Aktuelle Nachrichten