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Wann ist es Zeit für die Akne-Behandlung?

Durch hormonelle Veränderungen in der Pubertät wird bei vielen Jugendlichen eine Akne ausgelöst. Bei ersten Anzeichen empfiehlt es sich, mit einer möglichst einfach durchführbaren Behandlung zu beginnen.

Erstellt im Auftrag von Ratgeber Gesundheit
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Acht von zehn Jugendlichen leiden an Akne.

Acht von zehn Jugendlichen leiden an Akne.

Bild: unsplash

Bei meinem 14-jährigen Sohn beobachte ich seit Monaten eine Zunahme von einzelnen roten Pickeln im Gesicht und neu auch am Rücken. Was können wir selber dagegen tun, und wann ist es Zeit für eine Behandlung?

Frau T. G. aus B.

Akne ist in der westlichen Welt die häufigste Hauterkrankung überhaupt und betrifft über 85 Prozent aller Jugendlichen, wenn auch in unterschiedlichem Schweregrad. Ausgelöst wird die Akne vor allem durch hormo­nelle Veränderungen in der Pubertät. Dies führt einerseits zu ­vermehrter Tätigkeit der Talgdrüsen und andererseits zur ­Bildung von mehr Hornmaterial der Haut, was wiederum zu einem Verschluss der Ausführungsgänge der Talgdrüsen führt. In der Folge staut sich Talg unter der Haut, es bilden sich Mitesser und die bakterielle Zusammensetzung der Hautflora ändert sich.

Wenn Sie als Eltern selber eine schwere Akne hatten oder violette Narben im Gesicht oder am Rücken Ihres Sohnes ent­decken, dann empfehle ich, rasch mit einer Behandlung zu be­ginnen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, bereits bei den ersten Anzeichen der Akne mit einer angepassten und möglichst einfach durchführbaren Behandlung zu beginnen, um das ­Entstehen von Narben zu vermeiden. Heute stehen uns eine breite Auswahl von Therapien zur Verfügung, was eine individuell angepasste Therapie ermöglicht. Die Zusammenarbeit mit einer entsprechend ausgebildeten Fachkosmetikerin kann den Therapieerfolg beschleunigen und nachhaltig verbessern.

Ziel der Behandlung ist es, die entzündliche Akne rasch zu kontrollieren und zur Abheilung zu bringen. Das kann – je nach Schweregrad – mit einer äusserlichen Behandlung durch Auftragen von Medikamenten in Form von Cremes oder Gel auf die gereinigte Haut erfolgen oder mit einer innerlichen ­Behandlung mit Tabletten.

Dr. med. Kristin Kernland Lang, Belegärztin Kinderdermatologie, Kantonsspital Baden

Dr. med. Kristin Kernland Lang, Belegärztin Kinderdermatologie, Kantonsspital Baden

Wichtig bei allen Formen der Akne ist die tägliche Reinigung des Gesichts am Morgen und am Abend mit einer milden Waschlotion oder Waschschaum und viel Wasser. Es lohnt sich ausserdem, sowohl die Frotteetücher für das Gesicht als auch den Kopfkissen­bezug aus hygienischen Gründen regelmässig, mindestens zweimal pro Woche, zu wechseln. Wenn Ihr Sohn bemerkt, dass der tägliche Konsum von zuckerhaltigen Getränken oder von Milch zu einer Zunahme seiner Akne führt, dann empfehle ich Ihnen als Familie, darauf im Moment zu verzichten.