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«Nur nichts tun ist falsch»

Wohl fast alle kennen in ihrem persönlichen Umfeld Personen, denen es psychisch nicht gut geht. Wie soll man auf Betroffene zugehen? Welche Unterstützung kann man als Mitmensch bieten? Antworten hierzu gibt Regula Kiechle, Geschäftsführerin SRK Kanton Aargau und zertifizierte Instruktorin Erste Hilfe für psychische Gesundheit ensa, im Interview.

Erstellt im Auftrag von Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Aargau
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Regula Kiechle ist Kurs-Instruktorin ensa und lehrt, wie man rechtzeitig psychische Probleme erkennen und Erste Hilfe leisten kann.

Regula Kiechle ist Kurs-Instruktorin ensa und lehrt, wie man rechtzeitig psychische Probleme erkennen und Erste Hilfe leisten kann.

Bild: SRK Kanton Aargau

Frau Kiechle, wie viele Menschen in der Schweiz haben ernsthafte psychische Probleme?

Erhebungen zeigen, dass gegen 18 Prozent der Bevölkerung direkt von psychischen Problemen betroffen sind.

Wie kann ich «als Laie» erkennen, ob jemand psychische Probleme hat und Unterstützung benötigt?

Lassen sich bei Mitmenschen erhebliche Veränderungen des Verhaltens – und dies über eine längere Zeit – beobachten wie beispielsweise Rückzug, Antriebslosigkeit, Essstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten oder Selbstverletzung, dann besteht Grund zur Annahme, dass jemand mit einer psychischen Belastung zu kämpfen hat.

Wie kann ich denn überhaupt als Nicht-Fachperson unterstützen?

Der Grundsatz gilt: Nur nichts tun ist falsch. Menschen in einer psychisch angespannten Situation fühlen sich oft ohnmächtig und beschämt. Sie erleben, wie ihnen die Situation aus den Händen zu gleiten scheint. Echtes Interesse, Verständnis und das konkrete Angebot, über die Gefühle reden zu dürfen – ohne sich dafür schämen zu müssen –, ist für viele Betroffene der erste Schritt in Richtung Heilungsprozess. Im Kurs «Erste Hilfe für psychische Gesundheit» des Aargauer Roten Kreuzes lernen und üben die Teilnehmenden das praktische Vorgehen. Zudem werden wertvolle Hintergrundinformationen zu psychischen Störungen und Krankheiten gut verständlich vermittelt.

Und was, wenn der, die Betroffene meine Hilfe nicht annehmen will?

Ersthelferinnen und -helfer bei einer psychischen Störung amten stets als eine Art Vermittlerin oder Ermutiger, um fachkundige Unterstützung in passender Form auszuwählen. Sie sind keine Hobby-Psychologen. Ist jemand aktuell nicht in der Lage, auf das Angebot einzugehen, ist dies zu respektieren. Sicher darf zu einem späteren Zeitpunkt ein weiterer Versuch unternommen werden. Jemanden diesbezüglich zu bedrängen oder zu schulmeistern, ist kontraproduktiv. Geht es um eine akute psychische Notsituation, Krise oder gar Lebensgefahr, dann gilt wie immer: Nothilfe 144 und Betroffene nicht alleine lassen, bis professionelle Hilfe vor Ort ist.

Schweizerisches Rotes Kreuz
Kanton Aargau
Buchserstrasse 24
5000 Aarau
Tel. 062 835 70 40
info@srk-aargau.ch

Erste Hilfe für psychische Gesundheit – ein Kurs für Laien

Regula Kiechle, Instruktorin ensa, bietet im Herbst «Erste Hilfe für psychische Gesundheit – ein Kurs für Laien» an. Die Zusatzversicherung von Swica und Helsana übernehmen einen Teil der Kurskosten.

Wo: SRK Kanton Aargau Buchserstrasse 24, Aarau

Wann: 19.10./26.10./2.11. 9.11.2022

Weitere Informationen: 
www.srk-aargau.ch/bildung oder 062 835 70 47

Aktionstage Psychische Gesundheit

Im Rahmen der «Aktionstage Psychische Gesundheit» führt das SRK Kanton Aargau eine kostenlose Veranstaltung mit Referat und Podiumsdiskussion durch zum Thema «Erste Hilfe für psychische Gesundheit».

Wo: Alter Gemeindesaal, Metzgplatz 2, Lenzburg

Wann: Dienstag, 4. Oktober 2022, 18 – 20 Uhr

Anmeldung: kurse@srk-aargau.ch, 062 835 70 47,
www.srk-aargau.ch/veranstaltungen