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«Nicht alles ist Unglück, vieles ist auch Chance: Macht etwas daraus!», so rät Mediatorin Irene Kaiser den Neugründern in der Krise

Irene Kaiser ist eine Jungunternehmerin, die Konflikte löst, Prozesse verbessert und Menschen verbindet. Sie ist in der Mediation zu Hause und möchte mit Hirn, Herz, Hand und Humor Menschen in den Dialog bringen, um gemeinsam Lösungen zu finden. So interviewte sie das Startnetzwerk Thurgau über ihr Jungunternehmertum.

Im Auftrag von Startnetzwerk Thurgau
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Dieser Artikel wurde von der Startnetzwerk Thurgau aufbereitet und alleinig verantwortet. Hier geht es zu den Richtlinien für Paid Content.


von Katja Schmid

Liebe Irene, was hat dich dazu bewegt in die Mediation einzusteigen?

Das ist die starke Überzeugung, dass aus Konflikten etwas Gutes erwachsen kann, wenn man sie konstruktiv angeht. Ich habe immer wieder an mir selbst und bei anderen beobachtet, wie destruktiv während Konflikten miteinander umgegangen wird und welche «Folgeschäden» daraus entstehen – egal, ob im geschäftlichen oder im privaten Kontext.

Vor ein paar Jahren sagte ich mir: Das muss doch auch anders gehen! Dabei bin ich auf die Mediation gestossen: Ein Verfahren, bei dem die Konfliktparteien dazu angeleitet werden, wie sie gemeinsam zu Lösungen kommen, die schlussendlich für alle passen. In der Mediation geht es nicht um «Sieger & Verlierer», sondern um Lösungen, bei denen alle das gewinnen, was für sie am wichtigsten ist: So können alle Parteien als Gewinner aus dem Konflikt hervorgehen und es bleiben keine – oder zumindest bestimmt weniger – schlechte Gefühle zurück. Das heisst, die geschäftliche oder private Beziehung kann weiter gepflegt werden und ist vielleicht – auch aufgrund des in der Mediation gewachsenen Verständnisses füreinander – besser denn je…

Was ist deine grösste Herausforderung, wenn du zwei gegenseitige Parteien betreust?

In der Mediation muss ich mich zum Glück nicht «zwischen die Parteien stellen»: Ich bin kein Richter und fälle keine Entscheide, ich bin auch kein Anwalt und ergreife nicht einseitig Partei.

In der Mediation bin ich als Begleiterin unterwegs, die den Parteien hilft, in einer guten Struktur und in einer wertschätzenden Atmosphäre das Problem zu erkunden und dann anschliessend in der gemeinsamen Diskussion konstruktive und manchmal auch sehr kreative Lösungen zu finden, die schlussendlich von allen angenommen und umgesetzt werden.

Das schwierigste in der Mediation ist sicher, sich ein Netzwerk aufzubauen. Was sind deine Tipps an Jungunternehmer, welche ein Netzwerk auf die Beine stellen wollen?

Früh anzufangen!

Es ist tatsächlich so, dass sich mein Netzwerk, das sich in über 33 Jahren Berufstätigkeit entwickeln und sehr divers ausweiten konnte, heute als enorm hilfreich herausstellt. Ich erhalte aus meinem Netzwerk starken persönlichen Rückhalt und sehr wertvolle fachliche Unterstützung – und natürlich auch Empfehlungen, die zu Aufträgen führen. Ich bin sehr dankbar, dass mein heutiges Netzwerk so bereichernd und tragfähig ist!

Urs Manser hat dich als Coach des Startnetzwerks Thurgau in den letzten Monaten begleitet. Was ist deine wichtigste Erkenntnis aus dieser Zeit?

Urs Manser und ich haben uns von der ersten Minute an sehr gut verstanden: Die Chemie stimmt und genauso das Vertrauen – wir können daher auch heikle Themen offen und auf Augenhöhe diskutieren, was sehr wertvoll ist. Für mich ist es auch wichtig, dass unsere monatlichen Termine Verbindlichkeit schaffen: Ich weiss jeweils, dass ich gewisse «Hausaufgaben» bis zum nächsten Treffen erledigt haben möchte und orientiere mich entlang dieser Daten. Das hilft mir, dass ich Dinge, die zwar nicht ganz oben auf meiner Beliebtheitsliste rangieren trotzdem zeitnah erledige.

Wenn du nun nochmals von Anfang an starten würdest, würdest du etwas anders machen?

Eigentlich gar nichts. Ich habe vorgängig sehr gut überlegt, ob und wie ich starten möchte – und bin im Moment sehr glücklich mit dem Verlauf.

Studien erheben, dass es während der Krise viele zwischenmenschliche Spannungen gibt, im Geschäft, wie auch zu Hause. Wie hat sich das in deinen Beratungen repräsentiert?

Ich gehe auch davon aus, dass Corona bestimmt eine Wirkung hat - konnte in meiner Arbeit aber bisher keinen Unterschied feststellen. Was sich eher verändert hat, ist die Art der Beratung: Heute finden Gespräche oder auch ganze Workshops oft als Video-Konferenz statt und das funktioniert erstaunlich gut.

Kaiser Consulting & Mediation
Irene Kaiser. Gründerin von Kaiser Consulting & Mediation

Irene Kaiser. Gründerin von Kaiser Consulting & Mediation