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Alleine mit dem Grauen der Gedanken

Ein einschneidendes Erlebnis, ein schwerer Autounfall, ein Gewaltverbrechen oder eine Naturkatastrophe können eine Posttraumatische Belastungsstörung auslösen. Während körperliche Wunden meist direkt behandelt werden, sind seelische Verletzungen manchmal so ausgeprägt, dass trotz zügiger Behandlung sich mit ein paar Wochen Verzögerung eine Posttraumatische Belastungsstörung ausbilden kann.

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Ständig präsente Erinnerung

Eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) ist eine verzögerte, aber starke Reaktion auf ein traumatisches Ereignis mit einem Gefühl des Kontrollverlustes, das für fast jeden Menschen eine psychische Belastung wäre. Menschen mit PTSD durchleben das traumatische Erlebnis immer wieder. Es kann durch gewisse Situationen, welche an das Erlebte erinnern, ausgelöst werden. Diese Erinnerungen können Albträume in der Nacht, Tagträume oder kurzzeitige Erinnerungssequenzen, sogenannte Flashbacks oder auch Intrusionen genannt, sein.

Vermeidung

Die Betroffenen versuchen den Erinnerungen zu entkommen. Oftmals geht dies dann mit einem zunehmenden sozialen Rückzug einher. Der Übergang zu einer Depression kann schleichend sein. Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit gegenüber ihrer Umgebung und auch anderen Menschen, obwohl die Betroffenen dies gar nicht wollen, sind mögliche Folgen.

Dr. med. Michaela Harzke Leitende Ärztin Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Psychiatrischen Dienste

Dr. med. Michaela Harzke Leitende Ärztin Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Psychiatrischen Dienste

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Alles wird zu viel, jedes Geräusch, sogar die eigene Familie scheint nicht mehr ertragbar. Für manche Leittragende kann es so weit führen, dass sie Aktivitäten und Situationen vermeiden, die sie auch nur im kleinsten an das Erlebte erinnern. Bei einem durch einen Autounfall an der Belastungsstörung Leidenden, kann gar bei der Ansicht eines Polizisten oder beim Hören der Sirenen des Rettungswagens das Traumaerlebnis hervortreten.

Aussicht auf Besserung

Je früher eine Therapie erfolgen kann, desto eher können chronische Beschwerden verhindert werden. Zunächst geht es darum, dass der Betroffene sich psychisch wieder stabilisiert und somit die Posttraumatische Belastungsstörung bearbeitet werden kann. Dabei wird der Geschädigte nach und nach mit den traumaassoziierten Gedanken und Gefühlen konfrontiert. Ziel der Therapie ist sich an die Gefühle «zu gewöhnen», um die Angst vor diesen, oft auch unerwartet auftretenden Erinnerungen etwas zu verlieren. Es gibt verschiedene Formen der therapeutischen Hilfe. Welche angewendet wird, kommt auf den Patienten an. Dabei soll er sich wenn immer möglich wohl fühlen. Eine Variante ist die Gesprächstherapie oder auch Entspannungsübungen um den erlebten Kontrollverlust zu bewältigen.

Öffentlicher Vortrag

Trennung, Verlust, Gewalt – die Posttraumatische Belastungsstörung

Referate von

Dr. med. Michaela Harzke | Leitende Ärztin Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Psychiatrischen Dienste

Christian Vogel | Sozialberatung Psychiatrische Dienste

Montag | 28. Oktober 2019 | 19 bis 20.30 Uhr

Mehrzweckraum Kantonsspital Olten (Beschilderung ab Haupteingang)

Dieser Vortrag mit anschliessendem Apéro ist kostenlos.

Freier Eintritt, beschränkte Platzzahl.

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