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Zwölf tote Menschen, 175 tote Tiere und viel mehr Unfälle wegen Alkohol: Zehn Fakten zur St.Galler Unfallstatistik

Wer im November an einem Freitagabend kurz vor 17 Uhr alkoholisiert Auto fährt, hat statistisch gesehen die höchste Unfallwahrscheinlichkeit. Diese und weitere Erkenntnisse haben wir für Sie in Grafiken zusammengefasst.
Tim Naef

Das Wichtigste in Kürze:

  • Im Jahr 2018 wurden 12 Verkehrstote gezählt. Dies ist ein leichter Anstieg.
  • Die Unfallzahlen sind erneut leicht angestiegen.
  • Die Zahl der Verletzten ist merklich angestiegen.
  • Hauptunfallursache ist Missachtung des Vortritts (Nichtgewähren des Vortritts bei Fussgängerstreifen, Trottoirüberfahrten und beim Linksabbiegen, Missachtung der Signale «Kein Vortritt» und «Stop» sowie des Rechtsvortritts, usw.)
  • Unfälle aufgrund überhöhter Geschwindigkeit haben deutlich abgenommen.
  • Die Unfallzahlen bei Baustellen sind stark angestiegen.
  • E-Bike-Unfälle sind stabil auf hohem Niveau.
  • Verkehrsunfälle mit Velofahrern (ohne Tretunterstützung) haben deutlich zugenommen.
  • Die Unfälle bei Motorradfahrern sind wieder leicht angestiegen.
  • Die Unfälle auf Fussgängerstreifen haben marginal abgenommen.
  • Unfälle auf dem Schulweg sind stabil geblieben.

2804 Unfälle auf St.Galler Strassen

2018 ist es zu 2804 Unfällen auf St.Galler Strassen gekommen. Dabei wurden 1205 verletzt – 1024 leicht, 169 schwer. Zwölf Personen starben.

Die meisten Unfälle auf Haupt- und Nebenstrassen

Die meisten und folgenschwersten Unfälle im Kanton St.Gallen geschehen auf Haupt- und Nebenstrassen innerorts. Die tiefe Unfallzahl auf der Autobahn sei der Richtungstrennung und anderen Einflussfaktoren wie beispielsweise der angepassten Infrastruktur (Leitplanken, Verkehrsleitsysteme, usw.) und dem nicht zugelassenen Langsamverkehr (Velo und Fussgänger) zu verdanken, so die Kantonspolizei St.Gallen.

175 tote Tiere, am meisten Füchse und Rehe

Dem Verkehr sind 2018 fast gleich viele Tiere zum Opfer gefallen wie im Vorjahr. Vor allem Füchse, Rehe und Katzen waren betroffen.

Im Winter, am Freitag und am frühen Abend geschehen mehr Unfälle

Die Verteilung der Unfälle über das ganze Jahr ist typisch. Vor allem in den Wintermonaten geschehen viele Unfälle, welche aber hauptsächlich nur zu hohen Sachschäden führen. Die Personenschäden steigen vor allem in Monaten, in welchen sich typischerweise mehr Fussgänger und Fahrzeuge auf den Strassen bewegen. Die meisten Verkehrstoten wurden 2018 im November verzeichnet (4 Personen).

Ein Ausgleich hat bei der Verteilung der Unfälle nach Wochentagen stattgefunden. Spitzenreiter bleibt insgesamt jedoch der Freitag mit den total meisten Unfällen. Etwas weniger unfallträchtig ist nach wie vor das Wochenende.

Die Verteilung der Unfälle auf den Tag zeigt seit Jahren drei Tagesspitzen (Morgen-, Mittags- und Abendverkehr). Zu diesen Tagesspitzen sind die meisten Fahrzeuge und Fussgänger berufsbedingt auf der Strasse unterwegs.

Am meisten Autos auf den Strassen, am meisten Autos in Unfälle verwickelt

Fussgänger, Fahrrad- und Motorradfahrer weisen als «schwache» Verkehrsteilnehmer die grösste Verletzungsrate auf. Die hohe Anzahl Verletzter bei den Personenwagen ist auf deren grössere Verkehrsbeteiligung zurückzuführen.

23 Kinder auf dem Schulweg verletzt

Glücklicherweise sind im Zeitraum 2014 bis 2018 keine Kinder auf dem Schulweg tödlich verletzt worden. Trotzdem zeichnen 14 schwer- und 106 leichtverletzte Kinder kein gutes Bild.

Hohe Unfallzahlen mit E-Bikes

Die E-Bike-Unfälle sind im Vergleich zum Vorjahr ganz leicht rückgängig. Obwohl zurzeit die Zahl der E-Bikes im Verkehr stark zunimmt und es dadurch auch zu mehr Verkehrsunfällen kommen kann, ist diese stabil hohe Zahl der Unfälle weiterhin besorgniserregend, so die Kapo. Betroffen sind vor allem die langsamen E-Bikes (Tretunterstützung bis 25 km/h, ohne gelbes Nummernschild). Ausschlaggebend dafür wird deren Verbreitung sein.

Mehr Unfälle mit Motorrädern

Die Motorradunfälle haben 2018 wieder leicht zugenommen. Hauptursache für diese Unfälle waren Selbstunfälle in Kurven und zu nahes Aufschliessen. Auch Alkohol war in einigen Fällen ursächlich. Die Helmtragpflicht wurde hierbei bei der Mehrheit der Fälle eingehalten. Die Motorradsaison wird dank den milden Wetterverhältnissen immer länger. Damit verbunden stiegen auch die Lärmklagen von Bürgern, welche in der Nähe beliebter Motorradstrecken wohnen.

101 Verkehrsunfälle bei Baustellen

Die Unfälle im Baustellenbereich im Kanton St.Gallen sind 2018 wiederum massiv angestiegen. Nach wie vor ereigneten sich auf der Baustelle auf dem Autobahnabschnitt Rheineck – St.Margrethen mehrfach Unfälle. Ebenso trat die Baustelle zwischen Flums und Murg auf der A3 überdurchschnittlich in Erscheinung.

Hauptursache für Unfälle ist und bleibt der Alkohol

Die Anzahl der Unfälle mit der Hauptursache Alkohol hat im Vergleich zu den Vorjahren stark zugenommen. Es ist mehr Sachschaden entstanden, die Personenschäden sind dafür leicht zurückgegangen. Diese Unfälle geschehen meist nach Feierabend und in der Nacht. Die betroffenen Fahrer kollidieren bei diesen Unfällen meist mit Hindernissen auf und neben der Fahrbahn. Die Altersklasse von 25 bis 44 Jahren verursacht die meisten Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol. Dabei zeigt sich, dass die männlichen Verkehrsteilnehmenden für 75 Prozent der Unfälle unter Einfluss von Alkohol verantwortlich sind.

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