Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Kolumne

Zwischen Wald und Schreibtisch

Vor neun Jahren folgte Rolf Huber dem Ruf seiner Heimat Oberriet. Nachdem Sturmtief Uwe in Montlingen gewütet hatte, bot der Gemeindepräsident seine Hilfe an. Er gibt sich am liebsten bürgernah und hemdsärmelig.
Katharina Brenner
Nach Stationen in Nesslau ist Rolf Huber 2010 nach Oberriet zurückgekehrt. (Bild: pd)

Nach Stationen in Nesslau ist Rolf Huber 2010 nach Oberriet zurückgekehrt. (Bild: pd)

Sturmtief Uwe hat am Sonntag vor allem ein Ostschweizer Dorf getroffen: Montlingen. Über 20 Häuser wurden beschädigt. Tags darauf war Rolf Huber vor Ort – Montlingen gehört zur politischen Gemeinde Oberriet und Huber als Gemeindepräsident von Oberriet zu Montlingen. Er bot seine Hilfe an, lobte den Zusammenhalt. Bürgernah und hemdsärmelig – so zeigt sich Huber am liebsten. Einmal die Woche hilft er einem Kollegen auf dessen Bauernhof; brätelt im Sommer oft mit seinen beiden Kindern. Huber ist gern am Rhein – und Mitglied des Rhesi-Projektbeirats. Noch ein Hobby führt ihn an die frische Luft: das Holzen. Der Präsident der Waldregion 2 besitzt ein Wäldchen.

Schaut man sich die Laufbahn des 51-Jährigen an, taucht Holz vor allem in Form von Schreib­tischen auf: Verwaltungslehre in Oberriet, Weiterbildung, ab 1992 Gemeinderatsschreiber von Nesslau, ab 2002 Präsident der Gemeinde. Als diese Stelle 2010 in Oberriet frei wird, hört Huber «den Ruf der Heimat». Die Bevölkerung schätzt seine Fachkompetenz und raumplanerischen Ideen. Weniger geschätzt war sein Feierverhalten an der Kilbi. Huber ist streng mit sich, zeigt Reue. Letztes Jahr geriet er als Präsident des Einbürgerungsrats in die Schlagzeilen: Obwohl nichts Negatives über einen 22-jährigen Kosovaren bekannt war, sollte er kein Schweizer werden. Ein Kritikpunkt: er kenne nur ein Restaurant im Dorf.

Eine Niederlage erlitt Rolf Huber 2008 als parteiloser Regierungsratskandidat. Doch Huber ist keiner, der aufgibt. Er findet einen Weg. So mischt er inzwischen auch in der kantonalen Politik mit: als Kantonsrat der FDP.

Lesen Sie auch:

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.