Zweiter bestätigter Corona-Fall im Kanton St.Gallen: Bei einer weiteren Frau wurde das Virus nachgewiesen

Nachdem am Mittwoch, 4. März, die erste Person im Kanton St.Gallen positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, gibt es nun einen zweiten Fall. Auch diesmal ist es eine Frau. Sie befindet sich laut Behörden in guter gesundheitlicher Verfassung.

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Zwei St.Gallerinnen wurden positiv auf das Corona-Virus getestet.

Zwei St.Gallerinnen wurden positiv auf das Corona-Virus getestet.

Symbolbild: Freshfocus

(stm/lex) Beim zweiten Fall handelt es sich um eine Frau aus dem Raum St.Gallen, wie die Staatskanzlei St.Gallen in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. «Die Frau ist zuhause isoliert, wird vom Kantonsspital betreut und befindet sich derzeit in guter gesundheitlicher Verfassung.»

Wie es weiter heisst, hatte sich die Frau über einen bereits bekannten Fall infiziert und sich deshalb aus eigenem Antrieb in Quarantäne gesetzt und jeglichen Kontakt mit weiteren Personen gemieden, ihre Arztpraxis telefonisch kontaktiert und sich damit vorbildlich verhalten. Das Kantonsarztamt habe deshalb keine weiteren Personen in Quarantäne setzen müssen.

«Für die Bevölkerung besteht kein erhöhtes Risiko.»

Nun bleibe sie bis 48 Stunden nach Ende der Symptome und insgesamt zehn Tage zu Hause. Zudem habe die Frau gemäss Staatskanzlei eine Verhaltensinstruktion erhalten. «Das Kantonsspital St.Gallen steht jedoch in täglichem Kontakt mit ihr, falls eine Hospitalisation notwendig würde. Noch ausstehend ist der zweite Labortest des Referenzlabors in Genf.»

Erster bestätigter Fall: Frau war in Mailand

Das Corona-Virus wurde erstmals am Mittwoch, 4. März, bei einer Person im Kanton St.Gallen nachgewiesen. Auch damals war es eine Frau. Sie habe leichte Symptome wie Schnupfen gezeigt, war aber in guter gesundheitlicher Verfassung. Eine Hospitalisation war auch im ersten Fall nicht notwendig.

Wie die Behörden am Mittwoch informierten, verbrachte die Frau vom 21. bis 23. Februar 2020 drei Tage in Mailand. Kurz nach ihrer Rückkehr habe sie leichte Symptome gezeigt und habe richtig gehandelt: «Sie blieb zuhause, meldete sich telefonisch beim Arzt und wurde für einen Abstrich aufgeboten. Dieser ist im Nachhinein positiv ausgefallen.» Das Kantonsarztamt habe daraufhin Personen, die mit der Frau im selben Haushalt wohnen, sowie weiteren engen Kontaktpersonen 14 Tage Quarantäne verordnet.

Bevölkerung soll Hygienemassnahmen weiterhin einhalten

Quarantäne bedeutet, dass die betroffenen Personen während der Inkubationszeit von 14 Tagen zuhause bleiben müssen und keinen engen Kontakt zu weiteren Personen haben dürfen. Mit diesem Schritt kann eine allfällige Übertragung des Virus eingedämmt werden. Quarantäne wird als Vorsichtsmassnahme – wie im aktuellen Fall – bei Personen verhängt, die derzeit keine Symptome einer Erkrankung zeigen.

In der Mitteilung heisst es weiter:

«Der zweite bestätigte Fall im Kanton St.Gallen ändert nichts an der medizinischen Beurteilung der Lage durch das Kantonsarztamt.»

Die Risikoeinschätzung bleibe gleich. Die Bevölkerung müsse sich nicht stärker sorgen. Sie solle aber die Hygienemassnahmen weiterhin konsequent einhalten.

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