Zwei Verletzte bei Explosion

Bei einer heftigen Detonation im Keller eines Doppel-Einfamilienhauses in Felsberg sind ein Hobby-Chemiker schwer und seine Frau leicht verletzt worden. Die Ermittler fanden auch Sprengstoff-Material.

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Trümmer auf dem Sitzplatz und im Garten zeugen von der Wucht der Explosion. (Bild: Kapo GR)

Trümmer auf dem Sitzplatz und im Garten zeugen von der Wucht der Explosion. (Bild: Kapo GR)

chur. Die Meldung über die Explosion ging am frühen Samstagabend bei der Notruf- und Einsatzzentrale der Kantonspolizei Graubünden ein. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler explodierten im Keller des Hauses chemische Substanzen. «Es konnte Material sichergestellt werden, das zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden kann», teilte gestern die Polizei mit. Die genaue Zusammensetzung der Stoffe war zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Die Ursache der Explosion werde abgeklärt.

Freizeitbeschäftigung: Chemie

Nach ersten Erkenntnissen der Kantonspolizei Graubünden handelt es sich beim Schwerverletzten um einen Mann, der sich in seiner Freizeit als Chemiker betätigte. Mit schweren Verbrennungen wurde er ins Kantonsspital Graubünden gebracht, später flog ihn die Rega ins Universitätsspital nach Zürich. Seine leicht verletzte Ehefrau konnte das Spital nach kurzer Zeit wieder verlassen.

Die Ermittler war gestern damit beschäftigt, die verdächtigen Substanzen zu bergen und durch Sprengung zu vernichten. Aus Sicherheitsgründen wurde das Gebiet rund um die betroffene Liegenschaft weiträumig abgesperrt. Am Einfamilienhaus entstand beträchtlicher Sachschaden. Die umliegenden Häuser wurden nach ersten Erkenntnissen nicht beschädigt. Die 17 Anwohner, die am Samstag evakuiert wurden, konnten gestern nachmittag wieder in ihre Häuser zurückkehren, wie die Polizei mitteilte. Sie seien zwischenzeitlich von Verwandten oder Bekannten aufgenommen worden.

Neben der Kantonspolizei, dem Wissenschaftlichen Forschungsdienst des Forensischen Instituts der Kantons- und Stadtpolizei Zürich standen auch Sanitäter, Feuerwehren, eine Chemiewehr und das Care Team Grischun im Einsatz. (kapo/red.)

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