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Zwei Neue: Unspektakuläre Wahl

Mit Yves Noël Balmer und Hansueli Reutegger ziehen zwei Neue in die Regierung ein. Die beiden traten ohne Konkurrenz an – was sich in der Wahlbeteiligung widerspiegelt. Landammann wird Alfred Stricker.
Alessia Pagani
Die neuen Ausserrhoder Regierungsräte Hansueli Reutegger und Yves Noël Balmer nach der Wahl. (Bild: Bilder: Benjamin Manser)

Die neuen Ausserrhoder Regierungsräte Hansueli Reutegger und Yves Noël Balmer nach der Wahl. (Bild: Bilder: Benjamin Manser)

Appenzell Ausserrhoden hat zwei neue Regierungsräte: Yves Noël Balmer (SP) und Hansueli Reutegger (SVP) schaffen am gestrigen Sonntag im ersten Wahlgang den Sprung in die Exekutive. Sie übernehmen die Sitze der beiden abtretenden Regierungsräte Matthias Weishaupt (SP) und Köbi Frei (SVP). In ihrem Amt bestätigt wurden die verbleibenden drei Ausserrhoder Regierungsräte Paul Signer (FDP), Dölf Biasotto (FDP) und Alfred Stricker (parteiunabhängig, PU). Letzterer wird gleichzeitig zum neuen Landammann gewählt. Der Steiner übernimmt die Nachfolge von Paul Signer, der das Amt in den vergangenen beiden Jahren innehatte. Stricker zeigt sich erfreut, ist sich aber auch der grossen Herausforderung des neuen Amtes bewusst: «Ein Landammann hat eine sehr wichtige Stellung innerhalb des Kantons», so Alfred Stricker. Er sei erfreut und habe gleichzeitig Respekt vor der kommenden Aufgabe. So müsse sich eine Regierung durch Stabilität, Berechenbarkeit und Verlässlichkeit auszeichnen. «Durch meine mittlerweile dreijährige Tätigkeit als Regierungsrat sehe ich die jetzigen und die kommenden Herausforderungen.» So hätte er in seinem Amt bereits durch schwierige Phasen wie durch gute Phasen gehen müssen. Er fühle sich bereit für dieses Amt.

Die parteipolitische Zusammensetzung der Ausserrhoder Regierung bleibt somit die gleiche: auch künftig werden zwei Vertreter der FDP und je ein Vertreter von SP, PU und SVP die kantonale Politik bestimmen.

Die Wahlen wie auch der gestrige Sonntag waren kaum von Spannung geprägt, waren Reutegger und Balmer doch die einzigen Kandidaten für die beiden freiwerdenden Regierungsratssitze. Auch Alfred Stricker trat konkurrenzlos an. Die Wahlbeteiligung lag denn auch bei niedrigen 31,5 Prozent, beziehungsweise 31,3 Prozent bei der Wahl für den Landammann. Zum Vergleich: Die Stimmbeteiligung im Rahmen der Zersiedelungs-Initiative lag in Ausserrhoden bei 37,1 Prozent – will heissen: Es gab einen relativ hohen Anteil an Bürgerinnen und Bürgern, die gestern zwar abstimmen, aber nicht wählen gingen.

Balmer auch in Schwellbrunn vorne

Zum Schluss vereinte Dölf Biasotto 10829 Stimmen auf sich, Alfred Stricker deren 10727, Paul Signer 10699, und die beiden Neuen Yves Noël Balmer und Hansueli Reutegger 10641 beziehungsweise 10230. Abgesehen von Urnäsch, Wald und Walzenhausen erreichte der Herisauer Yves Noël Balmer in allen der 20 Ausserrhoder Gemeinden mehr Stimmen als sein direkter Kontrahent. Dies auch in Reuteggers Wohnort Schwellbrunn, wo Balmer mit 393 Stimmen rund 47 mehr verzeichnet als Reutegger. Gar die grösste Stimmenzahl, mehr noch als die drei Bisherigen, erreichte Balmer in den Vorderländer Gemeinden Rehetobel und Heiden.

Yves Noël Balmer zeigte sich überwältigt vom «guten» Wahlresultat: «Ich habe riesige Freude daran», so der Herisauer kurz nach Bekanntwerden der Resultate. Er freue sich auf die kommende Arbeit und warte gespannt die Departementsverteilung ab. Mit welchem Departement er liebäugelt, will Balmer nicht verraten. Der 40-Jährige sagt einzig: «Weil ich mehr Stimmen erreicht habe, darf ich vor Hansueli Reutegger wählen.» Er spüre eine grosse Erwartungshaltung, auch wegen seines jungen Alters, so Balmer. «Ich trete mein neues Amt also auch mit grosser Demut an.»

Ein sichtlich erfreuter Hansueli Reutegger schätzt das Vertrauen seitens der Bevölkerung. «Das Ergebnis zeigt das Vertrauen in meine Person.» Als gutes Zeichen wertet Reutegger auch seinen «kleinen» Rückstand auf die anderen Regierungsräte. «Normalerweise liegt bei den Wahlen in Ausserhoden die SVP um 10 Prozent hinter den anderen. Das jetzige Ergebnis zeigt: Wir sind auf Kurs.»

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