Zwei Jubiläen ums «Basler Dybli»

Philatelisten, aufgepasst: Vom 13. bis 27. November findet im Auktionshaus Rapp eine Ausstellung rund um die «Basler Taube» statt. Das Auktionshaus wird 30, das «Basler Dybli» sogar 170 Jahre alt.

Samuel Koch
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WIL. Bei der Erstausgabe 1845 kostete das «Basler Dybli» zweieinhalb Rappen. Heute kommt die erste mehrfarbig gedruckte Schweizer Briefmarke für sechsstellige Beträge unter den Hammer und begeistert Philatelisten weltweit. Die «Basler Taube» ist aber nicht nur selten und bekannt. «Sogar Laien interessieren sich für das <Basler Dybli>», sagt Marianne Rapp Ohmann, Geschäftsführerin der Peter Rapp AG aus Wil. Dort werden seit 1985 rare Briefmarken und Münzen versteigert. Ende November 2014 ereignete sich in Wil sogar ein Weltrekord. Der teuerste je verkaufte Brief mit einem originalen «Basler Dybli» ging mit einem Verkaufspreis von 103 700 Franken in die Geschichte ein.

«Wollen etwas zurückgeben»

Mit dem 30. Geburtstag des Auktionshauses und dem 170-Jahr-Jubiläum der «Basler Taube» feiert das Auktionshaus ein Doppeljubiläum. Für Marianne Rapp Ohmann Grund genug für eine Ausstellung «zu Gunsten der Bevölkerung». Die Besucher können in insgesamt zehn Vitrinen originale, philatelistische und rare Stücke bewundern. «Wir wollen der Bevölkerung etwas zurückgeben», sagt Rapp Ohmann. Zumal an den eigentlichen Auktionen für die hiesigen Briefmarken-Liebhaber oftmals kein Platz ist. Die Ausstellung beinhaltet verschiedene Facetten wie die Entstehungsgeschichte, die Verwendung, die Preisentwicklung oder täuschend echte Fälschungen. Am 14. November lädt das Auktionshaus zum Tag der offenen Tür und organisiert zwei Workshops für Erwachsene und Kinder. «Ein Workshop erklärt die Ausstellung selbst, der andere zeigt einen Blick hinter die Kulissen», sagt Rapp Ohmann.

www.baslertaube-rapp.ch