Zwei Brände an einem Tag

Die Feuerwehren mussten am Mittwoch nach Wildhaus und Brülisau ausrücken. Es standen ein Scheunendach und eine Waldhütte in Flammen. Verletzt wurde bei den Bränden niemand.

Jana Rutarux
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Die Feuerwehr löscht den Scheunenbrand in Wildhaus. (Bild: Kapo SG)

Die Feuerwehr löscht den Scheunenbrand in Wildhaus. (Bild: Kapo SG)

WILDHAUS/BRÜLISAU. Gleich zwei Bauten sind am Mittwoch in Brand geraten. Beim einen handelte es sich um eine Scheune in Wildhaus, bei der das Dach Feuer fing. Beim anderen um eine Waldhütte in Brülisau, welche komplett niederbrannte. Personen wurden keine verletzt.

Defekt an Photovoltaikanlage

Die Feuerwehr Wildhaus/Alt St. Johann rückte am Mittwochnachmittag aus. Sie schaffte es trotz des Schneesturms, der die Löscharbeiten erschwerte, das brennende Dach im Ebenboden unter Kontrolle zu bringen. Gemäss der Kantonspolizei St. Gallen beträgt der entstandene Sachschaden am Gebäude mehrere 10 000 Franken.

Die Brandursache ist noch unklar. Ein technischer Defekt an der Photovoltaikanlage steht aber im Vordergrund. «Es ist nicht selten, dass auf grossen Dächern von Scheunen Solaranlagen angebracht werden. Dass sie in Brand geraten, allerdings schon», sagt ein Solar-Spezialist aus St. Gallen. Der Brand könnte seiner Meinung nach durch einen Kurzschluss ausgelöst worden sein.

Von Jugendlichen gebaut

Auf der Rossweid in Brülisau brannte am Mittwochabend eine zweistöckige Waldhütte. Die dort zuständige Feuerwehr Schwende rückte mit 25 Personen zur Hütte aus. Gemäss der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden brannte die von Jugendlichen erbaute Waldhütte vollständig nieder. Abklärungen ergaben, dass im Verlaufe des Nachmittags die Hüttenbetreiber in einem Gussofen ein Feuer entfacht hatten. Beim Verlassen der Hütte wurde angeblich die Asche aus dem Ofen entfernt und beim angrenzenden Bach gelöscht. Aus welchem Grund die Hütte etwa eine Stunde später völlig abbrannte, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen der Polizei.

Allein der Bau einer solchen Waldhütte war aber gemäss Paul Broger, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden, nicht erlaubt: «Die Hütte hatte keinen waldwirtschaftlichen Nutzen und kann deshalb gar nicht erst bewilligt worden sein – und das Einbauen des Ofens erst recht nicht.»

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