Zurück aus der Versenkung

Während Jahrhunderten war Jost Bürgi so gut wie vergessen – nun wird er wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt: Das Interesse der Forschung am aussergewöhnlichen Toggenburger wächst.

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Während Jahrhunderten war Jost Bürgi so gut wie vergessen – nun wird er wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt: Das Interesse der Forschung am aussergewöhnlichen Toggenburger wächst. Der Widnauer Fritz Staudacher hat mit «Jost Bürgi, Kepler und der Kaiser» im Jahr 2013 ein umfangreiches Werk vorgelegt, das auf grosse Nachfrage stösst. Inzwischen sind weitere Publikationen erschienen. Unter anderem hat sich gezeigt, dass Bürgi auf dem Gebiet der Mathematik sogar noch mehr Pionierleistungen vollbracht hat als bisher angenommen. Staudacher hat darum ein Internationales Jost-Bürgi-Symposium initiiert. Es findet am 19. März in Lichtensteig statt, Wissenschafter aus dem In- und Ausland nehmen teil. «Das Symposium ist aber nicht nur für die Fachwelt gedacht, sondern auch für die Bevölkerung», sagt Staudacher. Der Anlass beginnt um 9.15 Uhr im Kronensaal. Acht Vorträge sowie eine Fachdiskussion sind vorgesehen.

Bereits am Freitag, 18. März, kommt Jost Bürgi im Landesmuseum Zürich zur Sprache: Er wird von einer internationalen Gruppe von Fachleuten als «das zweite europaweit bedeutende Renaissance-Genie aus der Schweiz» gewürdigt. Das «erste Genie» ist der Universalgelehrte Conrad Gessner, dem das Museum eine Ausstellung zum 500-Jahr-Jubiläum widmet. Staudacher und weitere Referenten werden verschiedene Aspekte von Bürgis Leben und Werk beleuchten. (av)