«Zum Glück konnte jemand übersetzen»

Nachgefragt

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Einer der Gastgeber für die Besucher aus Wien und St. Gallen war das Bergrestaurant Hochhamm in Schönengrund. (Bild: PD)

Einer der Gastgeber für die Besucher aus Wien und St. Gallen war das Bergrestaurant Hochhamm in Schönengrund. (Bild: PD)

Die Höhere Fachschule für Künste, Gestaltung und Design in St. Gallen pflegt internationale Beziehungen mit verschiedenen Schulen, darunter zur Schule «Graphische» in Wien. Im Rahmen eines Austauschprojekts reisten 16 angehende Fotografen aus Wien mit 15 Studierenden aus St. Gallen ins Appenzellerland. Einer davon ist der 17-jährige Wiener Maximilian Weber. Ziel war es, verschiedene Gasthöfe in der Region zu fotogra­fieren. Diese können die Bilder anschliessend für Werbung nutzen.

Maximilian Weber, waren Sie schon einmal in der Schweiz?

Nein, das war mein erster Besuch hier. Ich war überrascht von der Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Leute.

Weshalb überrascht?

Landschaftlich sind die Unterschiede zwischen Österreich und der Schweiz nicht besonders gross. Die Menschen sind aber doch sehr anders. Ich komme ja aus Wien, da grüsst man sich beispielsweise nicht auf der Strasse wie in der Schweiz. Die meisten Städter sind lieber für sich.

Die Schweizer Dialekte sind nicht immer einfach zu verstehen. Klappte die Verständigung mit den Appenzellern?

Das war schon schwierig, besonders weil die meisten Einheimischen nicht Hochdeutsch mit uns reden wollten. Zum Glück waren die St. Galler Studenten mit dabei und konnten – falls nötig – übersetzen.

Wie war der Besuch organisiert?

Ich war in eine Gruppe von sechs Personen eingeteilt, mit zwei Österreichern und drei Schweizern. Wir haben im Bergrestaurant Hochhamm in Schönengrund fotografiert und übernachtet.

Was war Ihr Eindruck vom «Hochhamm»?

Das Restaurant ist erstaunlich modern. Es ist ein Gastronomiehof, deshalb war das Essen auch sehr gut. Wir hatten einen wunderbaren Blick auf den Säntis.

Konnten Sie frei fotografieren oder gab es Aufträge?

Es gab verschiedene Schwerpunkte wie Food, Architektur und Reportagen. Ich bin gerne in der Natur, deshalb hab ich hauptsächlich Landschaftsfotografie gemacht. Gemeinsam drehten wir einen kleinen Werbefilm über den Hof und die Umgebung.

Was nehmen Sie vom Austauschprojekt mit?

Viele gute Erfahrungen. Und natürlich Schweizer Käse, den ich zum Abschluss noch gekauft habe. (lw)