Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Wir wären dumm, krank und verwahrlost: Diese Grafiken zeigen, was in der Ostschweiz ohne Frauen zusammenbrechen würde

Wir zeigen, wo die Ostschweiz ohne Frauen am schnellsten zusammenbrechen würde. Altersheime und Primarschulen 
müssten schliessen, Männer selber waschen und die Kinder betreuen. Haus- und Familienarbeit hängt auch 2019 vor allem an Frauen.
Katharina Brenner

Es gibt sie, die klassischen «Frauenberufe». Sie liegen im Gesundheits- und Sozialwesen, in den Bereichen Dienstleistung und Bildung. Im Bildungsbereich fällt auf: Je kleiner die Kinder, desto höher der Frauenanteil. Im Kanton St.Gallen unterrichten im Kindergarten und an den Primarschulen fast ausschliesslich Frauen, an den Mittelschulen sind männliche Lehrpersonen in der Überzahl.

Claudia Nef, Leiterin Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung im Kanton St.Gallen, sagt, junge Frauen schränken sich in der Berufswahl sehr ein. 75 Prozent der jungen Frauen, die 2016 einen Lehrvertrag unterzeichneten, wählten aus nur zwölf Berufen. Sie liessen sich in ihrer Wahl von «stereotypen Rollenbildern» leiten. «So ergibt sich ein stark nach Geschlecht segregierter Arbeitsmarkt.» Dieser Arbeitsmarkt benachteiligt Frauen:

Einstiegslöhne in männertypischen Berufen liegen rund 200 Franken pro Monat höher als in frauentypischen.

Der unerklärte Lohnunterschied bei gleichen Voraussetzungen beträgt beim Einstieg rund sieben Prozent. In der Tendenz gehen die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen zwar zurück. Der unerklärte Anteil aber stagniert seit einigen Jahren bei rund 40 Prozent der gesamten Lohndifferenz, schreibt das Bundesamt für Statistik (BfS).

Doppelt so viele Frauen 
wie Männer arbeiten Teilzeit

82 Prozent der Männer arbeiten Vollzeit – doppelt so viele wie Frauen. In einem Pensum von 50 bis 80 Prozent arbeiten 35 Prozent der Frauen und 11 Prozent der Männer. In einem Pensum unter 50 Prozent arbeiten 24 Prozent der Frauen und 7 Prozent der Männer. Dafür wenden Frauen pro Woche 28,1 Stunden für Haus- und Familienarbeit auf, für bezahlte Arbeit 16,6 Stunden, für Freiwilligenarbeit 2 Stunden. Männer investieren 27,3 Stunden in bezahlte Arbeit, 17,9 Stunden in Haus- und Familienarbeit und 1,6 Stunden in Freiwilligenarbeit. Diese Zahlen des BfS von 2016 zeigen eine Entwicklung: Verglichen mit 2010 leisteten Frauen 1 Stunde mehr bezahlte Arbeit pro Woche, Männer 1,7 Stunden mehr Haus- und Familienarbeit.

Lohnarbeit – In diesen Bereichen dominieren die Frauen

Die meisten Hausarbeiten bleiben Frauensache

Berufswahlverhalten der jungen Frauen und Männer

Aufteilung der Arbeitsbereiche

Beteiligung an Freiwilligenarbeit

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.