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Zu wenig Frauen in Kaderpositionen: Kritik am Kanton St.Gallen als Arbeitgeber

Der Kanton St.Gallen soll sich verbindlichere Ziele in der Personalpolitik setzen: Dies verlangt die Staatswirtschaftliche Kommission des Kantonsparlaments. So unternähmen die Departemente zu wenig, um den Frauenanteil im Kader zu erhöhen.
Adrian Vögele
Bild: dpa

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Der Kanton St.Gallen erfüllt seine eigenen Ziele in der Personalpolitik nur unzureichend: Zu diesem Schluss kommt die Staatswirtschaftliche Kommission des Kantonsparlaments in ihrem aktuellen Prüfbericht. Der Kanton bekenne sich zu einer «zeitgemässen» und «sozial verantwortungsvollen» Personalpolitik. Mit deren Umsetzung in den Departementen hapere es aber da und dort. So seien mehrheitlich keine speziellen Massnahmen geplant, um den Anteil von Frauen in Kaderstellen zu erhöhen. «Die Auswertung der Kadermitarbeitenden zeigt, dass vor allem im mittleren und oberen Kader erheblicher Nachholbedarf besteht», schreibt die Kommission. Weiter bemängelt sie, dass keine speziellen Massnahmen geplant seien, um Stellen für Menschen mit Behinderung zu schaffen. Positiv wird bewertet, dass die Mehrheit der Departemente «anspruchsvolle Teilzeitstellen» und Modelle wie Jobsharing, Homeoffice oder Telearbeit anbietet. Die Kommission fordert jedoch, dass die personalpolitischen Ziele für verbindlich erklärt werden.

Regierung verspricht «umfassende Analyse»

Die Kommission nimmt auch die Kritik am Neuen Lohnsystem (Nelo) auf und hält fest, die Kommunikation bei dessen Einführung Anfang Jahr sei «missglückt». Es gelte, den Angestellten die Vorteile des Systems besser aufzuzeigen – und jenen, die mit ihrer Einteilung nicht zufrieden seien, eine Wiedererwägung einzuräumen. Sodann sei das System bald durch eine externe Stelle zu überprüfen.

Die Regierung hat mit einer schriftlichen Information an die Kantonsräte auf den Bericht reagiert: Sie wird in der Personalpolitik eine «umfassende Analyse» vornehmen und auch die Erreichung der erwähnten Ziele überprüfen. Bis Ende Jahr soll eine Diskussionsgrundlage mit Vorschlägen für die künftige Rolle des Personalamts vorliegen.

Auch beim Thema Nelo sei der Verbesserungsbedarf erkannt, so die Regierung – und verspricht eine bessere Kommunikation. Allerdings werde das Lohnsystem zu Unrecht als Sparübung wahrgenommen. Die Regierung will das System nach drei Jahren einer Überprüfung unterziehen. Insofern renne die Staatswirtschaftliche Kommission offene Türen ein. Auch gegenüber einer externen Analyse zeigt sich die Regierung offen. Das Kantonsparlament behandelt den Kommissionsbericht in der Junisession.

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