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Zu viel Ammoniak in der Ostschweizer Luft

Luft In der Ostschweiz ist die Feinstaub- und Russbelastung der Luft in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Trotzdem hat es zu viele Schadstoffe in der Luft, welche die Gesundheit der Menschen und die ökologische Vielfalt gefährden. Wo Landwirtschaft betrieben wird, sehen Wiesen teilweise aus wie Golfplätze, heisst es im Jahresbericht Ostluft zur Luftqualität in der Ostschweiz. Bunte Wiesenblumen würden immer seltener. In den Wäldern seien viele Bäume weniger widerstandsfähig. Grund sind mit Stickstoff überdüngte Böden.

Landwirte sind im Umgang mit Gülle gefordert

Die intensive Tierhaltung produziere rund zwei Drittel des Stickstoffs, der zur Überdüngung führe, heisst es im Jahresbericht. Mist und Gülle enthielten viel stickstoffhaltigen Ammoniak, welcher in die Luft entweicht. In derart überdüngten Gebieten wachsen jene Pflanzen besonders schnell, die Stickstoff mögen. Damit verdrängen sie die anderen Pflanzen, die an eine nährstoffarme Umgebung angepasst sind. Von dieser Entwicklung betroffen ist unter anderem das Moor Bannriet in Altstätten. Bis zu 40 Prozent des Ammoniaks in der Luft könnten verhindert werden. Dafür müssten die Landwirte, welche 90 Prozent der Ammoniak-Emissionen verursachen, eine Reihe von Massnahmen bei der Tierhaltung und beim Lagern sowie Ausbringen der Gülle konsequent anwenden, heisst es weiter im Bericht.

Bei Feinstaub Jahresgrenzwert eingehalten

In der Ostschweiz haben die Ammoniak-Werte kaum abgenommen. Gute Neuigkeiten liefert der Jahresbericht Ostluft allerdings beim Feinstaub: Zum ersten Mal hat keine Messstation in der Ostschweiz den erlaubten Jahresgrenzwert überschritten. Einerseits hat das Wetter mitgespielt, andererseits hat es sich ausgezahlt, dass mehr unternommen wird, damit Quellen wie Holzheizungen weniger Feinstaub produzieren. Der Jahresmittel-Grenzwert für Stickstoffdioxid von 30 Mikrogramm pro Kubikmeter wurde an verkehrsbelasteten Standorten überschritten. Dazu gehört der Blumenbergplatz in St. Gallen. (sda)

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