Zu Tisch
Köstlicher Wildgenuss mit vielen kreativen Feinheiten von Chefkoch Peter Grewe

Wer im Gasthaus Bahnhof im thurgauischen Berg einkehrt, den erwarten im Jahresverlauf saisonale Spezialitäten und gepflegte Klassiker gleichermassen wie Überraschendes und Exotisches. In 26 Jahren haben Peter und Heidi Grewe-Hertli den «Bahnhof» sowohl zu einer Oase für Feinschmecker als auch zum Treffpunkt für die Dorfbevölkerung gemacht.

Hans Suter
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Eine neue Kreation von Peter Grewe: Alpin-Lachs aus Lostallo mit Sepia-Taglierini und exotischem Ratatouille aus Banane, Ananas, Kaki und Kiwi.

Eine neue Kreation von Peter Grewe: Alpin-Lachs aus Lostallo mit Sepia-Taglierini und exotischem Ratatouille aus Banane, Ananas, Kaki und Kiwi.

Bild: Hans Suter

Das Gasthaus Bahnhof in Berg (TG) ist an diesem Montagabend sehr gut besucht. Praktisch jeder Tisch ist besetzt, der Wintergarten durch ein Vereinsessen belegt. Während draussen am Nachthimmel die Schneeflocken tanzen, lässt sich in der wohligen Wärme der authentisch-modern gestalteten Gaststube doppelt geniessen. Vor allem Wildspezialitäten, die langsam den Saisonhöhepunkt erreichen. Mit einer Dauer von drei Monaten ist die Wildsaison die mit Abstand längste im «Bahnhof».

Peter und Heidi Grewe-Hertli wirten seit 26 Jahren im Gasthaus zum Bahnhof im thurgauischen Berg.

Peter und Heidi Grewe-Hertli wirten seit 26 Jahren im Gasthaus zum Bahnhof im thurgauischen Berg.

Bild: Hans Suter

Beliebt sind aber auch jährlich wiederkehrende Spezialitätenwochen wie der thailändische Monat, die Hummerwochen, die Spargelsaison oder die im Januar beginnenden Klassikerwochen mit Hits aus vergangenen Tagen wie am Tisch Flambiertes oder Chateaubriand – meisterliche Spezialitäten, die wieder vermehrt auf der Speisekarte gepflegter Restaurants zu finden sind.

Die Wachtelterrine.

Die Wachtelterrine.

Hans Suter

Doch an diesem Abend steht das Wild im Vordergrund. Die Karte hält eine Fülle an Köstlichkeiten bereit. Bei den Vorspeisen etwa den Wildschweinschinken mit Zwetschgen-Zwiebel-Chutney (Fr. 16.50) oder die Ottenberger Trüffel-Wildwurst von Sprenger auf Rahmwirz mit Marroni (Fr. 14.50). Bei den Hauptspeisen, die auch als kleinere Portionen erhältlich sind, locken die Hirschfiletspitzen an rassiger Orangenpfeffersauce (Fr. 41.50), zarte Rehschnitzel an Eierschwämmli-Wildrahm- sauce (Fr. 41.50) oder der Rehrücken (Fr. 48.50). Das Reh stammt von Jagdgesellschaften aus Berg und Birwinken.

Die Wildcrèmesuppe mit Preiselbeer-Pannacotta.

Die Wildcrèmesuppe mit Preiselbeer-Pannacotta.

Bild: Hans Suter

Die Wahl fällt an diesem Abend aber auf das Wildmenu (Fr. 71.-). Es ist ein Spiegel von Küchenchef Peter Grewe, sowohl bei der Wahl der Produkte als auch bei der Weinbegleitung (Fr. 21.-). Die drei Weine sind auf der übersichtlichen, aber gut assortierten Weinkarte nicht zu finden, sie wurden speziell für dieses Menu ausgewählt. Den Auftakt macht eine köstliche Wachtelterrine mit Pastinakenstroh und kleinem Salatbouquet an Orangenöldressing. Besonders originell sind die marinierten Kürbiskugeln. Herrlich! Der dazu gereichte Amigne von Fernand Cina aus Salgesch ist eine wahrhafte Entdeckung. Die würzige Wildcrèmesuppe mit Preiselbeer-Pannacotta wird von einem Garanoir vom Weingut Sunnehalde in Ottenberg begleitet.

Rosa gebratenes Rehgeschnetzeltes vom heimischen Wild.

Rosa gebratenes Rehgeschnetzeltes vom heimischen Wild.

Bild: Hans Suter

Das auf den Punkt rosa gebratene Rehgeschnetzelte an Dörraprikosen-Rahmsauce, klassischen Beilagen, einem Glas Reserva Solar Viejo 2014 aus dem Rioja und zwei Minidesserts runden das Menu ab.

Eine Auswahl verschiedener Mini-Desserts rundet das Menu ab.

Eine Auswahl verschiedener Mini-Desserts rundet das Menu ab.

Bild: Hans Suter

8572 Berg (TG), Bahnhofstrasse 32, Telefon 071 636 14 55. www.bahnhof-grewe.ch. Mo/Di/Fr von 10 bis 14 Uhr und 17 Uhr bis Schluss, Samstag 17 Uhr bis Schluss, Sonntag 11 bis 21 Uhr, Dienstag/Mittwoch geschlossen.

Mittagsteller: Piccata milanese an Risotto und frischem Gemüse.

Mittagsteller: Piccata milanese an Risotto und frischem Gemüse.

Bild: Hans Suter

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