Zu hohe Radonwerte in St. Galler Schulhäusern

In 6 von 60 kontrollierten Schulhäusern im Kanton St. Gallen sind die Radonwerte zu hoch. Ein Gebäude muss sofort saniert werden, bei anderen wird nachgemessen.

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St. GalleN. Radon gilt neben Rauchen als Hauptverursacher von Lungenkrebs. Der Kanton St. Gallen hat die Konzentration des Edelgases in 60 Schulhäusern gemessen, in denen gemäss einer früheren Erhebung ein mittleres Radonrisiko besteht. In den meisten Schulhäusern (37) ist die Konzentrationen unbedenklich. Sie liege unter 100 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m3), schreibt das Gesundheitsdepartement in der Zeitschrift «Kaleidoskop».

Ort der Sanierung unbekannt

Bei 17 Schulhäusern lag die Radonkonzentration zwischen 100 und 400 Bq/m3. In fünf Gebäuden ergaben die Messungen einen Wert zwischen 400 und 1000 Bq/m3.

In einem Schulhaus lag die Radonbelastung über 1000 Bq/m3. Um welches Schulhaus es sich handelt, werde nicht bekanntgegeben, sagte Kantonschemiker Pius Kölbener auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Es seien sofort bauliche Sanierungsmassnahmen eingeleitet worden.

Neuer Grenzwert gemäss WHO

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt einen Radongrenzwert von 300 Bq/m3 für bestehende Gebäude. Diesen will das Bundesamt für Gesundheit übernehmen. In Schulhäusern, in denen gemäss den ersten Messungen dieser Grenzwert überschritten wurde, will das St. Galler Gesundheitsdepartement während der laufenden Heizperiode nachmessen. Falls nötig werden die Schulhäuser saniert, damit kein Radon mehr ins Haus gelangt. (sda)

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