Zollmitarbeiter beschlagnahmen in Oberriet zwei geschützte Rochen aus dem Amazonas

Zwei Schweizer versuchten Anfang Januar, zwei junge Süsswasserstechrochen aus dem Amazonas in die Schweiz zu schmuggeln. Die seltenen Tiere sind artengeschützt und wurden von Mitarbeitern der Eidgenössischen Zollverwaltung beim Grenzübergang in Oberriet beschlagnahmt.

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Diese beiden Rochen wollten zwei Schweizer illegal einführen.

Diese beiden Rochen wollten zwei Schweizer illegal einführen.

Bild: PD

(pd/dh) Am 4. Januar 2020 versuchten zwei Schweizer über den Grenzübergang Oberriet in die Schweiz einzureisen. Im Kofferraum des Fahrzeugs fanden Zollmitarbeiter – versteckt unter einer Decke – zwei mit Wasser gefüllte Behälter. Darin schwammen junge Süsswasserstechrochen, die gemäss CITES-Artenschutzabkommen (siehe Infobox) geschützt sind. Das schreibt die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Mittwochmorgen in einer Medienmitteilung.

Was ist das CITES-Artenschutzprogramm?

CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) ist eine internationale Handelskonvention im Interesse des Artenschutzes, die weltweit bis dato von 175 Staaten unterzeichnet wurde. Das Abkommen trat 1975 in Kraft. CITES ist für seine Mitgliedstaaten bindend und stellt einen Rahmen dar, der von jedem Mitgliedstaat akzeptiert wird. Ungefähr 5'000 Tier- und 29'000 Pflanzenarten sind durch CITES gegen die Übernutzung durch den internationalen Handel geschützt. (pd)

Die Männer konnten für die seltenen Tiere weder eine Einfuhrbewilligung des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit (BLV) und Veterinärwesen noch ein entsprechenden CITES-Zeugnis vorweisen. Wegen Verstosses gegen das Artenschutzabkommen wurde das BLV eingeschaltet. Die Männer wurden mit mehreren Hundert Franken gebüsst.

Die beschlagnahmten Süsswasserstechrochen leben ausschliesslich in südamerikanischen Flüssen wie dem Amazonas.

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