Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Zöllner vereiteln Tierschmuggel

Zwei Schmuggler wollten im vergangenen Jahr exotische Tiere in die Schweiz bringen, wie erst gestern bekannt wurde. Die Grenzwache stoppte den Deutschen und den Österreicher im Rheintal. Solche Fälle gebe es aber nicht oft.
Martin Rechsteiner
Ein Schmuggler hatte Weisskopfpapageien im Gepäck. (Bild: Wikipedia)

Ein Schmuggler hatte Weisskopfpapageien im Gepäck. (Bild: Wikipedia)

Am 8. November 2015 haben Grenzwächter beim Grenzübergang Au einen Deutschen kontrolliert. Im Auto des 56-Jährigen entdeckten sie drei Weisskopfpapageien, einen Goffin-Kakadu sowie einen Goldsittich. Die Tiere hielt der Mann unter Decken und in Käfigen versteckt. Dies hat das Grenzwachtkorps gestern mitgeteilt. Der Goldsittich sei in einer schlechten Verfassung gewesen, habe aber gerettet werden können. Bei allen fünf Tieren handelt es sich um exotische Arten, die vom Aussterben bedroht sind.

Unabhängig davon ging den Grenzwächtern am 14. Dezember 2015 beim Grenzübergang Schmitter ein weiterer Tierschmuggler ins Netz: Ein 36jähriger Österreicher führte in seinem Auto insgesamt 21 artengeschützte Warane und bewilligungspflichtige Geckos mit. Die Beamten fanden die Tiere in Stoffsäcken und Plastikschalen versteckt.

Schon mehrmals geschmuggelt

In beiden Fällen gab es durch die Zollfahndung in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) umfangreiche Ermittlungen. Die Untersuchungen ergaben, dass einer der Männer sowie weitere in der Schweiz wohnhafte Personen bereits mehrfach artengeschützte und vom Aussterben bedrohte Tiere illegal in die Schweiz geschmuggelt hatten.

«Dass wir Schmuggler mit exotischen Tieren an der Grenze erwischen, kommt sehr selten vor», sagt Martin Tschirren, Mediensprecher der Grenzwachtregion 3, die auch das Rheintal umfasst. Meist falle der Schmuggel von lebendigen, exotischen Tieren nur zufällig bei einer Routinekontrolle auf. «In der Regel handelt es sich bei diesen Menschen um Sammler. Das ist eine bunt durchmischte Gruppe unauffälliger Leute aus allen Alterskategorien», sagt Tschirren. Die Grenzwache sei eher darauf ausgerichtet, Schmuggel von Betäubungsmitteln, Waffen oder auch Menschen aufzudecken. «Was wir aber vereinzelt finden, sind Nashornpräparate, Elfenbein oder Bushmeat – Fleisch von Tieren aus dem Regenwald oder der Savanne.»

Tiere kommen in den Zoo

Gegen den Deutschen und den Österreicher sowie weitere Abnehmer in der Schweiz eröffnete die Zollfahndung diverse Strafverfahren. Die Strafen können in solchen Fällen in der Höhe von mehreren zehntausend Franken ausfallen. Sämtliche Tiere wurden beschlagnahmt. Sie sind laut dem Grenzwachtkorps «in der Obhut eines fachkundigen Schweizer Zoos».

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.