Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Mittels Crowdfunding: Zirkusfans sollen der Familie Knie ein neues Zelt finanzieren

Zum 100. Geburtstag wünscht sich die Familie Knie ein neues Zirkuszelt. Für die Kosten von 250'000 Franken sollen Zirkusbegeisterte aufkommen – via Crowdfunding.
Ramona Nock
Das Zirkuszelt hat ausgedient, das neue Chapiteau soll dieselbe Farbe und Grösse haben. (Bild: Andrea Stalder, Kreuzlingen, 18. April 2017)

Das Zirkuszelt hat ausgedient, das neue Chapiteau soll dieselbe Farbe und Grösse haben. (Bild: Andrea Stalder, Kreuzlingen, 18. April 2017)

Keinen Blumenstrauss, keine Schokolade, keine herkömmlichen Geschenke will der Circus Knie zum runden Geburtstag. Viel mehr Freude würde der Zirkusfamilie für die Tournee 2019 ein neues Zelt bereiten. Darum lanciert der Schweizer Nationalzirkus zu seinem 100-Jahr-Jubiläum eine besondere Aktion: ­Zirkusfans, Freunde und Gönner sollen dem Unternehmen zu einem neuen Chapiteau verhelfen. «Wir wünschen uns symbolische Zeltstücke», sagte Zirkusdirektor Fredy Knie junior anlässlich einer Pressekonferenz zum Jubiläumsprogramm. 250000 Franken kostet die notwendige Blache für ein neues Zirkuszelt. Sie muss alle zehn Jahre ersetzt werden. Dieser Zeitpunkt sei ­erreicht. Nicht zuletzt hat der Zirkus vergangenen Herbst eines seiner Zelte im Sturm verloren.

Das Geld für das neue Zirkuszelt soll via Spendenaufruf im Internet zustande kommen. Beim sogenannten Crowdfunding steuert eine Vielzahl von Personen grössere und kleinere Summen bei. Zur Idee angeregt habe der Hauptsponsor, die Raiffeisenbank. «Ich hatte zuerst ein wenig Bedenken, dass es wie ­Betteln daherkommen könnte», schildert Knie. Jedoch bekämen alle Gönner als Dankeschön für ihren Zustupf ein Geschenk, hebt er hervor. Dies reicht von einer Tasche aus einer alten Zirkus­zeltblache (ab einer Spende von 250 Franken), einem handsignierten Knie-Jubiläumsbuch (ab 300 Franken) bis hin zur Möglichkeit, sich mit seinem Namen auf dem neuen Zirkuszelt zu verewigen (ab 500 Franken). «Jeder, der etwas ans neue Chapiteau spendet, darf somit stolz sagen, er sei Teil dieses Zelts», sagt Knie. Dadurch schaffe man eine Bindung zum Zirkus. Und: «Wir freuen uns über jeden Franken.» Auch kleine Beträge, etwa 10 Franken, seien willkommen.

Freie Sicht fürs Publikum in die Manege

Ausgaben für seine Infrastruktur hatte der Circus Knie in den letzten Jahren einige: So investierte er in zwei Rundbögen, welche die alten Zeltmasten ersetzten, um dem Publikum freie Sicht in die Manege zu gewähren. Nicht ­zuletzt darum sei man froh um ­finanzielle Unterstützung durch die Besucher und Zirkusfreunde, sagt der Zirkusdirektor.

175000 Franken hat der Circus Knie als Zwischenziel festgesetzt. Kommt der Betrag zustande, werden die entsprechenden Geschenke verteilt. Wenn nicht, werde der Circus selber den fehlenden Betrag dazulegen. Was dann mit den vorgemerkten ­Geschenken geschehe, sei noch offen, sagt Knie. Er sei jedoch ­zuversichtlich, dass die 175000 Franken erreicht werden. Bereits wenige Stunden nach der Pressekonferenz betrug die Summe mehrere tausend Franken. Kommt mehr Geld als 250000 Franken zusammen, soll jeder ­zusätzliche Franken in weitere Infrastruktur fliessen – und damit letztlich wieder den Besuchern zugutekommen, erklärt Knie. Zum Beispiel könnten neue Stühle künftig versetzt angeordnet sein, damit das Publikum besser in die Manege blicke.

Farblich wird das neue Chapiteau nicht vom bisherigen ­Erscheinungsbild abweichen: Es soll im rot-weissen Farbkleid daherkommen, sagt Knie. Auch in puncto Grösse ändere sich nichts. Als zusätzliches Zückerchen hält die Familie Knie allen Spendern eine Verlosung bereit: Der Gewinner darf ein Wochenende lang im Circus Knie verbringen. Von der Knochenarbeit bleibe der Gast aber verschont, versichert der Zirkusdirektor. Viel mehr gehe es darum, in die Zirkuswelt einzutauchen, den Bereich hinter der Bühne kennen zu lernen und im Wohnwagen zu übernachten. «Und natürlich, mit der Familie Knie zu dinieren.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.