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«Frechheit»: Kritik am Circus Knie wegen Sammelaktion für neues Zelt - der Direktor wehrt sich

Der Circus Knie will mittels Crowdfunding das neue Zelt finanzieren. Leserinnen und Leser kritisieren auf der «Tagblatt»-Facebookseite die Aktion. Zirkusdirektor Fredy Knie junior nimmt Stellung.
Maria Kobler-Wyer
Der Circus Knie beim Aufbau in St.Gallen: Zum 100. Geburtstag soll es ein neues Zelt geben. (Archivbild: Ralph Ribi)

Der Circus Knie beim Aufbau in St.Gallen: Zum 100. Geburtstag soll es ein neues Zelt geben. (Archivbild: Ralph Ribi)

«Eine Frechheit», schreibt Patricia Fäh auf Facebook. «Für Zoo und Zirkus zahlt man schon genug.» Rudolf Stutz pflichtet ihr bei: «Geht’s noch? So überrissene Eintrittspreise und jetzt jammern.» Leonidas Bairaktaridis meint: «Sorry, aber wenn sich die Knies kein neues Zelt leisten können, dann sollen sie doch bitte aufhören. Ist ja lächerlich.» Ins gleiche Horn bläst Christian Hartwig: «Die spinnen wohl! Wenn kein Geld da ist, ist Aufhören angesagt. Wenn Max Mustermann keine Aufträge in seiner Fliesenbude hat, interessiert das auch niemand. Ziemlich arm für eine Zirkusdynastie!»

Auf die Kritik angesprochen, sagt Zirkusdirektor Fredy Knie junior gegenüber «Tagblatt Online»:

«Ein Zirkuseintritt kostet zwischen 20 und 80 Franken. Das ist doch nicht teuer!»

Ausserdem seien die teuersten Plätze immer als erste verkauft. «Wir hätten uns das Zelt leisten können. Aber für uns ist das Crowdfunding eine moderne Form der Kundenbindung», sagt Knie. Ihn hätten viele Leute gefragt, was sie zum 100. Geburtstag des Circus Knie schenken könnten oder wie sie sich beteiligen könnten. Zusammen mit Sponsor Raiffeisen habe man sich deshalb zum Crowdfunding entschlossen. Als Dankeschön für eine 250-Franken-Spende verschenkt der Zirkus Knie eine Tasche, die aus einem Stück alten Zelt hergestellt wird. Wer doppelt so viel spendet, wird mit seinem Namen auf dem neuen Zirkuszelt verewigt. «Das kommt gut an», sagt der Zirkusdirektor.

«Die Leute freuen sich, ein Teil von uns zu sein.»

Fredy Knie ist denn auch sehr erfreut, wie die Spendenaktion angelaufen ist. «Die Aktion läuft erst seit einer Woche und bis jetzt nur in der Deutschschweiz», sagt er. «Das Echo ist gross und die Reaktionen vorwiegend positiv.» Bereits sind über 33'000 Franken zusammengekommen. «Es ist schön, wenn das Volk mitmacht», sagt Knie. Dafür erhalte das Zirkuspublikum etwas zurück. Das Jubiläum werde sehr aufwändig, sagt Knie. «Die Schweizer erwarten das von uns.»

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