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Ziegelbrücke: Prügelnde Asylanten legen Zugverkehr lahm

ZIEGELBRÜCKE. Ein Somalier in Polizeigewahrsam, ein verletzter Zugbegleiter und fast eine Stunde Verspätung für die Passagiere: Das ist die Bilanz eines Streits zwischen Asylbewerbern am Bahnhof Ziegelbrücke.
Daniel Walt
Ein Zug bei der Durchfahrt im Bahnhof Ziegelbrücke. (Bild: Archiv/Keystone)

Ein Zug bei der Durchfahrt im Bahnhof Ziegelbrücke. (Bild: Archiv/Keystone)

Ein Spektakel der besonderen Art bot sich Zugreisenden am Freitagabend am Bahnhof in Ziegelbrücke. Sie wurden Zeugen, wie sich zwei Iraker und zwei Somalier auf dem Perron eine Schlägerei lieferten. Mittendrin: ein sechsjähriger Bub aus dem Kanton Bern, der zu Besuch bei seinem 18-jährigen Onkel aus Somalia war. Weil sich die Schlägerei zu nah am Intercity abspielte, konnte dieser seine Fahrt nach Zürich nicht fortsetzen. «Die Gefahr bestand, dass Beteiligte unter den Zug hätten geraten können», sagt Bruno Metzger, Sprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Zu Boden gedrückt und in Handschellen gelegt
Nach Angaben von Passagieren des Zuges, der aus Sargans kam, nahmen die Streitereien zwischen den Asylsuchenden schon während der Fahrt ihren Anfang. Beim Bahnhof Ziegelbrücke stiegen die vier Männer, begleitet vom Neffen des einen Somaliers, aus. Die Auseinandersetzung, deren Ursache der Polizei nicht bekannt ist, setzte sich dann auf dem Perron fort. «Zwei Zugbegleiter versuchten zu schlichten – einer von ihnen zog sich dabei eine Schramme am Kopf zu», hält Bruno Metzger fest. Weil die Interventionen allerdings erfolglos blieben und das anfängliche Schubsen und Anrempeln unter den Asylbewerbern bald in eine handfeste Schlägerei mündete, wurde die Polizei beigezogen. Sie musste den stark angetrunkenen 18-jährigen Somalier, der sich nicht beruhigen liess, zu Boden drücken, in Handschellen legen und ihn zur Ausnüchterung in Gewahrsam nehmen.

Polizei hütete Bub
«Die Asylbewerber sind in verschiedenen Empfangszentren im Kanton Glarus untergebracht. Waffen trugen sie nicht auf sich», informiert Bruno Metzger weiter. Und was passierte mit dem an den Geschehnissen unbeteiligten sechsjährigen Neffen des besonders renitenten Somaliers? «Polizisten hüteten ihn, bis ihn seine Eltern aus dem Bernbiet abholten – er malte und spielte», so Bruno Metzger. Die Zugpassagiere ihrerseits konnten ihre Fahrt in Richtung Zürich und Basel schliesslich mit fast einer Stunde Verspätung fortsetzen.

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