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Zahl der Klagen stark gestiegen

Jede Äusserung, die geeignet ist, den Ruf einer Person zu schädigen, ist ehrverletzend und damit strafbar. Das Schweizerischen Strafgesetzbuch kennt drei Arten von Ehrverletzungen.

Jede Äusserung, die geeignet ist, den Ruf einer Person zu schädigen, ist ehrverletzend und damit strafbar. Das Schweizerischen Strafgesetzbuch kennt drei Arten von Ehrverletzungen. In den Artikeln 173, 174 und 177 werden die Üble Nachrede, Verleumdung sowie Beschimpfung als strafbare Handlungen definiert: Üble Nachrede begeht jemand, der «jemanden bei einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt» oder der «eine solche Beschuldigung oder Verdächtigung weiterverbreitet». Einer Verleumdung macht sich schuldig, wer «wider besseres Wissen jemanden bei einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt». Eine Beschimpfung ist dann gegeben, wenn jemand «jemanden in anderer Weise (nicht durch Verleumdung oder üble Nachrede) durch Wort, Schrift, Bild, Gebärde oder Tätlichkeiten in seiner Ehre angreift».

2010 gab es schweizweit insgesamt 1533 aktenkundige Fälle von Ehrverletzungen. Bis 2015 stieg die Zahl auf 2765, was einem Anstieg von rund 80 Prozent entspricht. Als Ursache für den Anstieg gilt die Einführung der neuen Strafprozessordnung im Jahr 2011. Seither kommt bei Ehrverletzungen das normale Strafverfahren zum Zug. Zuvor waren Streitereien wegen Verleumdung, Beschimpfung oder übler Nachrede häufig vor dem Friedensrichter beigelegt worden. 2013 befasste sich sogar das Bundesgericht mit dem Thema: Ein Mann wurde in Zürich beschimpft und zeigte den Mittelfinger. Anschliessend wurde er bewusstlos geschlagen. Für das Bundesgericht trägt das Opfer wegen des Mittelfingers eine Mitschuld an seinen Verletzungen. Der Mann habe wissen müssen, dass eine solche Geste die Situation eskalieren lassen könne. In der Folge wurde ihm das Taggeld seiner Versicherung halbiert. (ar)

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