Wolfsrisse
DNA-Analyse beweist: Es war M135 – Die im Appenzellerland gerissenen Nutztiere wurden eindeutig von einem Wolf getötet

Im vergangenen Herbst hat ein Wolf im Appenzellerland hintereinander mehrere Nutztiere gerissen. Die von der Wildhut an den Kadavern entnommenen DNA-Proben sind nun analysiert worden: Sie konnten alle dem männlichen Wolf M135 zugeordnet werden.

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Wolf M135 ist vom Kanton Aargau Richtung Osten gewandert.

Wolf M135 ist vom Kanton Aargau Richtung Osten gewandert.

Symbolbild: AP

(pd/red) In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres sind in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden sowie im angrenzenden St.Galler Rheintal verschiedene Nutztiere von einem Raubtier gerissen worden. Wie der Kanton Appenzell Ausserrhoden nun mitteilt, konnten aufgrund der vor Ort angetroffenen Situation und des Rissbilds die zuständigen Wildhüter diese Risse als Wolfsrisse identifizieren.

Zur Abklärung der genaueren Umstände wurden DNA-Proben von den Bissspuren entnommen und an das Laboratoire de Biologie de la Conservation de l'Université de Lausanne (LBC) zur Analyse eingeschickt.

Von Oberhof in die Ostschweiz gewandert

Nachweise von Wolf M135.

Nachweise von Wolf M135.

Quelle: KORA, LBC und Jagdverwaltungen der Kantone AR, AI und SG

Die genetische Analyse der Proben habe nun ergeben, dass diese Nutztiere alle vom gleichen Wolf getötet worden seien, heisst es weiter in der Mitteilung. Der männliche Wolf mit der Bezeichnung M135 ist erstmals am 14. Mai 2020 im Kanton Aargau, in Oberhof, nachgewiesen worden. Er konnte bis jetzt fünf Mal genetisch bestätigt werden.

Die Serie der Wolfsrisse begann am 14. Juli 2020 mit dem Riss einer Ziege auf der Potersalp. Am 28. Oktober wurden in Altstätten drei Schafe gerissen, darauf folgend am 30. Oktober ein Schaf in Trogen und am 15. November in Walzenhausen eine Ziege. Der bisher letzte Riss dieser Folge ereignete sich am 21. November in Urnäsch.