Wohnung mit 40 Katzen geräumt: 25 Tiere konnten bereits neu platziert werden

Das St.Galler Veterinäramt hat Anfang Juli eine Wohnung mit rund 40 Katzen geräumt. Die Suche nach neuen Besitzern war ein Erfolg: 15 Katzen leben noch im Tierheim Sitterhöfli in Engelburg. Die anderen haben bereits ein neues Zuhause gefunden.

Henrike Hoppe
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Anfang Juli hat das St.Galler Veterinäramt nach einem Hinweis aus der Bevölkerung eine Wohnung mit rund 40 Katzen geräumt. Damals hiess es, dass die überforderten Tierhalter schlicht den Überblick über ihre Katzen verloren hätten. Es habe eine unkontrollierte Vermehrung stattgefunden und das Veterinäramt habe eingreifen müssen.

Mit ruhigem Anlocken in die Transportkörbe gelockt

Die Katzen wurden schliesslich vom Veterinäramt ins Tierheim Sitterhöfli in Engelburg gebracht. «Das letzte Mal, dass wir so viele Katzen auf einmal bekommen haben, war vor rund 15 Jahren. Damals waren es über 50 Tiere», sagte Geschäftsführer Heinz Staub. Es sei deshalb schon etwas Spezielles gewesen, als er von der Anzahl Katzen erfahren habe. Damals betonte er:

«Obwohl die Tiere von einer Wohnungsräumung stammen, sind sie in einer sehr guten Verfassung.»
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Michel Canonica

Erfolgreich neue Besitzer gefunden

In einem Aufruf wurden seit Anfang Juli neue Besitzer für die rund 40 Katzen gesucht. Mit Erfolg: «Bis auf die Jungtiere konnten wir alle Katzen an neue Besitzer weitergeben.» Etwa 15 Katzen bleiben noch im Tierheim, da die Säuglinge den Kontakt zur Mutter brauchen. Frühestens in einer Woche könne man aber auch diese Katzen abholen. Weiter sagt Staub:

«Wir haben auch für diese Katzen bereits Interessenten.»

Ob die möglichen Neubesitzer auch in einer oder zwei Wochen noch interessiert sind, sei noch offen. Oftmals hätten sich die Haushalte in dieser Zeit bereits ein anderes Haustier zugelegt. Die Anfragen würden aber notiert und festgehalten.

Katzenmamas werden kastriert

Dass die Vierbeiner nicht kastriert wurden, sei eigentlich das einzige Problem mit den Katzen gewesen, sagt Staub. «Am Freitag werden die Katzenmamas deshalb von einem Tierarzt kastriert.» Die Tiere seien keinesfalls schlecht behandelt oder versorgt worden. Die beiden vorherigen Besitzerinnen hätten vielmehr äusserst gut zu den Katzen geschaut und seien mit sämtlichen Tieren wenn nötig beim Tierarzt gewesen. Er fügt an:

«Es war falsch verstandene Tierliebe.»