Wo ist Gilli? Wo ist Egger? Wo ist Bösch?

...ist das St. Galler Wahlvolk beunruhigt. Nur noch sechs Wochen bis zum Mächler-Toni-Friedli-Showdown. Und am Dienstag läuft die Anmeldefrist für den zweiten Wahlgang ab. Bis jetzt haben sich erst vier Kandidaten gemeldet.

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...ist das St. Galler Wahlvolk beunruhigt. Nur noch sechs Wochen bis zum Mächler-Toni-Friedli-Showdown. Und am Dienstag läuft die Anmeldefrist für den zweiten Wahlgang ab. Bis jetzt haben sich erst vier Kandidaten gemeldet. Ein Zuzwiler Freisinniger, eine eingebürgerte Bernerin mit druckfrischem SVP-Parteibuch und zwei Kleinpartei-Aussenseiter. Eine lächerlich kleine Auswahl für St. Galler Verhältnisse.

Zum Vergleich: Für die zwei Sitze im Ständerat bewarben sich im Herbst neun Nasen. Das ergibt 4,5 Kandidaten pro Sitz. Klar, beim zweiten Wahlgang waren es nur noch zwei. Aber jede Regel hat ihre Ausnahmen.

Der bevorstehende Wahlgang kommt auf eine Quote von 4,0 Kandidaten. Eine derart tiefe Kandidatenbeteiligung ist staatspolitisch zwar noch knapp verkraftbar. Aber man fragt sich langsam, wo die sonst so verlässlichen Namen bleiben. Vor allem, weil ja Frauen in der St. Galler Regierung so dringend gefragt sind. Was ist mit Yvonne Gilli? Wo ist Margrit Kessler? Und was macht eigentlich Alice Egger? Politbeobachter rechnen schon lange mit einem Comeback der ehemaligen Mehrfachkandidatin.

Komplett im Dunkeln liegt auch, was Sarah Bösch vorhat. In Expertenkreisen wird gemunkelt, St. Gallens grösste politische Nachwuchshoffnung plane gleich mehrere Parallelkandidaturen. Bösch habe nicht nur den St. Galler Stadtrat im Visier, sondern auch den Gemeinderat von Urnäsch, die Miss-Tuning-Bodensee-Wahl und die Kür der Thurgauer Apfelkönigin. Und sie warte die nächste Vakanz im Bundesrat ab. (ar)

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