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Wo in der Ostschweiz am meisten Hunde leben und wie oft sie im Kanton St.Gallen zubeissen

Der Kanton St.Gallen überarbeitet das seit 1985 bestehende Hundegesetz. Neu müssen Hundebesitzer je nach Gemeinde tiefer in die Tasche greifen. Zahlen und Fakten zu den Vierbeinern in der Ostschweiz.
Janina Gehrig

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

Sie heissen Luna, Rocky oder Max und es hat immer mehr davon: Über eine halbe Million Hunde leben in der Schweiz. Die Hundedichte ist im Kanton Aargau am höchsten. Auf 100 Einwohner kommen 8,5 Hunde. Der Kanton Thurgau kommt an dritter Stelle. Dort wohnen 18'992 Hunde (7 pro 100 Einwohner).

Was den Hunden erlaubt sein soll und wie viel sie ihre Frauchen und Herrchen künftig kosten sollen, darüber befinden schon bald die St.Galler Kantonsräte. Das aus dem Jahr 1985 bestehende Gesetz wurde überarbeitet und regelt die Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden neu.

Nach wie vor sollen die Gemeinden das Hundewesen kontrollieren. Sie bestimmen etwa auch, wo Leinenpflicht gilt. Neu müssen alle Herrchen und Frauchen eine Haftpflichtversicherung für ihre Vierbeiner abschliessen. Zu reden geben wird laut Kantonstierarzt Albert Fritsche die Hundesteuer. Neu beträgt sie 80 bis 200 Franken – bisher waren es 60 bis 120 Franken. Schon jetzt fallen die Taxen je nach Gemeinde unterschiedlich hoch aus.

Die Gebühren würden mit dem neuen Rahmen zu hoch ausfallen, findet Priska Pfiffner, Präsidentin der St.Galler Sektion der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft. Hingegen begrüsst sie es, dass darauf verzichtet werden soll, gewisse Rassen zu verbieten. «Man kann nicht sagen, dass gewisse Rassen gefährlicher sind als andere», sagt sie. Es komme immer auf den einzelnen Hund und dessen Haltung an. Das sieht auch Fritsche so.

Hohe Dunkelziffer bei Beissvorfällen

Für den Vollzug ist neu das kantonale Amt für Veterinärwesen zuständig. Es klärt etwa ab, ob ein Hund gefährlich sein könnte und nur unter Auflagen gehalten werden darf. Auch nach Beissvorfällen wird es aufgeboten. Die meisten Unfälle geschehen im familiären Umfeld, gibt Fritsche zu bedenken. Im Kanton St.Gallen wurden im vergangenen Jahr 260 Personen von Hunden gebissen. Die Dunkelziffer sei allerdings hoch. «Jeder Hund kann hochgefährlich sein für Kleinkinder», sagt Fritsche.

So möchte die Regierung auch bei der Prävention ansetzen. Insbesondere Kinder sollen im Umgang mit Hunden besser geschult werden. Die Regierung sah zudem davon ab, das Ausführen von mehr als drei Hunden zu verbieten, um «gefährliche Rudelbildung» zu verhindern. Das begrüssen sowohl Fritsche als auch Pfiffner. Ein Gesetz dafür greift zu kurz. «Es gibt Halter, die mit einem Hund schon überfordert sind und andere, die vier Hunde problemlos im Griff haben», sagt Pfiffner.

Gesetz tritt voraussichtlich 2020 in Kraft

Die Regierung hat den Vorschlag zum neuen Gesetz kürzlich dem Kantonsrat überwiesen. In der Novembersession wird die vorberatende Kommission für das Geschäft bestellt. Im Februar wird das Parlament darüber befinden. Das totalrevidierte Hundegesetz tritt voraussichtlich auf Anfang 2020 in Vollzug.

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