Wo die Geldströme versickern

WALENSTADT. Oft in schöner Landschaft, ineffektiv und stark subventioniert: Kleinwasserkraftwerke werden kontrovers diskutiert, seit der Bund sie unterstützt. Auch jenes in Walenstadt, das nun trotz Bedenken von Umweltverbänden in Planung ist.

Adrian Grzonka
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Der Berschnerfall liegt einige hundert Meter unter dem Standort, wo das Kleinwasserkraftwerk  geplant ist. (Bild: Urs Bucher)

Der Berschnerfall liegt einige hundert Meter unter dem Standort, wo das Kleinwasserkraftwerk geplant ist. (Bild: Urs Bucher)

Das Kleinwasserkraftwerk am Berschnerbach in der Gemeinde Walenstadt ist ein Paradebeispiel für die Folgen der Energiepolitik des Bundes: Seit 2009 subventioniert er erneuerbare Energien, und dies teilweise massiv: Bei Investitionskosten von 16,7 Millionen Franken wird das Kraftwerk während 25 Jahren Betriebszeit 37 Millionen an Subventionen einnehmen. Als «eine Geldmaschine» bezeichnet Gallus Cadonau von der Umweltstiftung Greina das Kleinwasserkraftwerk und verweist auch auf die Schäden an der Natur. Christian Dürr vom Elektrizitätswerk Walenstadt widerspricht dem Vorwurf der Geldmacherei entschieden: «Das Wasserkraftwerk wird nur knapp rentabel sein», sagt er.

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