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Wo die Bilder unter den Sternen flimmern: Eine Übersicht über die Ostschweizer Open-Air-Kinos

Mit Ambiente, Events oder Programm: Wie sich Ostschweizer Freiluftkinos von der Konkurrenz abheben möchten.
David Grob
Mit Hafenflair: Das Open-Air-Kino in Arbon. (Archivbild: Michel Canonica)

Mit Hafenflair: Das Open-Air-Kino in Arbon. (Archivbild: Michel Canonica)

Am Himmel funkeln die Sterne, über die Leinwand flimmern Bilder. 24 pro Sekunde. Open-Air-Kinos sind nach wie vor gefragt. In der Ostschweiz findet sich eine Vielzahl von Freiluftkinos: Von Kreuzlingen bis Rapperswil-Jona, von Frauenfeld bis St. Margrethen finden Filmvorführungen unter freiem Himmel statt.

So unterschiedlich die verschiedenen Open-Air-Kinos sich auch ausrichten, in einem Punkt ähneln sie sich: Alle setzen auf Ambiente. Wir werfen Schlaglichter auf vier Open-Air-Kinos in der Ostschweiz.

Wo und wann? - Alle Ostschweizer Open-Air-Kinos in der Karte

Punkten mit dem See und Kassenschlagern

In Arbon setzen die Veranstalter auf maritimes Flair. Die Leinwand steht am Uferdamm, dahinter erstreckt sich der Bodensee. Für Lisa Rüegg, die seit über 20 Jahren das Open-Air-Kino in Arbon durchführt, ist das passende Ambiente wichtig. «Wir haben im letzten Jahr hochwertige und massive Möbel aus Holz für den Gastrobereich angeschafft.» Das frühere Mobiliar kommt nun in Kreuzlingen zum Einsatz, wo die Veranstalter ein zweites Freiluftkino am See durchführen.

Hinter den beiden Open-Air-Kinos steht die Eventagentur Incognito Productions AG, die nebst zahlreichen anderen Veranstaltungen auch das Open Air St. Gallen durchführt. Klar ist: Die Einnahmen sind vom Wetter abhängig. Sponsoren geben den Veranstaltern die nötige Sicherheit. Rüegg sagt:

«Ohne Coop wäre es nicht möglich.»

Dementsprechend ist das Programm auch auf ein breites Publikum ausgerichtet: Erfolgreiche Filme des vergangenen Jahres werden gezeigt. «Die muss man bringen», sagt Rüegg.

Mit Special-Events und Strandkörben

Auch beim Sunsetfilmfestival, wie sich das Open-Air-Kino in Wil nennt, zeigt man Kassenschlager des vergangenen Jahres. «Wir setzen auf Bewährtes», sagt Felicitas Zehnder vom Cinewil, welches das Freiluftkino in Wil zum zehnten Mal durchführt. Die Organisatoren versuchen, sich anderweitig von der Konkurrenz abzuheben: Die Vorführungen werden mit Events aufgewertet. So findet ein Jassnachmittag statt, Regisseur Michael Steiner wohnt der Vorführung von «Wolkenbruch» bei, und Tarantinos «Once Upon A Time In Hollywood» wird als Premiere gezeigt.

Und das Ambiente? «Wir haben keinen See», sagt Zehnder. Der Parkplatz in einem Industrieviertel wird mit Pflanzen, Liegestühlen, Strandkörben und einem Gourmet-Zelt aufgewertet. Dies zahlt sich aus: «Wir haben pro Vorführungen bereits 100 Tickets verkauft», sagt Zehnder. Dies gebe finanzielle Sicherheit. Doch ohne Sponsoring könnte auch das Wiler Freiluftkino nicht überleben.

Mit der Kraft der Sonne

Einen ganz anderen Weg geht das Solarkino. Das Kino ist mobil, spielt an verschiedenen Standorten in der Stadt St. Gallen, Schwellbrunn und in Rorschach und setzt auf Nachhaltigkeit. Tagsüber lädt sich eine Batterie mit Sonnenenergie auf, abends wird ein Projektor betrieben. Gezeigt werden Filme, die kaum in Mainstream-Kinos laufen. «Wir möchten trotzdem ein breites Publikum ansprechen», sagt Denis Haramincic.

Versteckt sich im Programm eine politische Botschaft? Haramincic verneint. Man sei politisch autonom. Dennoch schiebt er nach:

«Wir wollen die Leute in verschiedenen Bereichen der Nachhaltigkeit unterhalten und anregen.»

Und natürlich ist auch das Solarkino vom Wetter abhängig. «Die Unterstützung der Stadt in Form von Defizitgarantien gibt uns Planungsstabilität», sagt Haramincic. Und bei schlechtem Wetter könnten die Veranstalter in die St. Galler Kellerbühne ausweichen.

Spione als Lockvogel

In einer privilegierten Position befindet sich auch das Open-Air-Kino in der Lokremise. Bei schlechtem Wetter kann der Veranstalter, das St. Galler Studiokino Kinok, auf den eigenen Kinosaal zurückgreifen. Das Wetter spielt deshalb für Andreas Stock, stellvertretender Leiter des Kinok, keine so grosse Rolle. Und als normales Kino sei man weniger von den Freiluftvorführungen abhängig.

So setzt das Kinok denn auch dieses Jahr auf ein thematisches Programm. Agentenfilme sind es in diesem Sommer. Für Stock ein ideales Thema für einen sommerlichen Kinoabend:

«Es sind lustvolle Filme, in denen sich die Agentinnen und Agenten an exotischen Schauplätzen befinden.»

Zudem liessen sich mit Agentenfilmen ein breites Spektrum abdecken: von der Parodie bis zum Action-Thriller.

Vom Film-Aficionado bis zum Blockbuster-Fan: Die Open-Air-Kinos in der Ostschweiz bieten für jeden Besucher etwas. Bonne Projection!

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