Witwe von Paul Spirig schreibt Buch

ST.GALLEN. Der Lehrermord von St.Gallen wird literarisch aufgearbeitet. Janine Spirig, die Witwe des vor 13 Jahren getöteten Lehrers Paul Spirig, hat ein Buch geschrieben. Es erscheint Ende März im Appenzeller Verlag.

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Ein letzter Gruss der Klasse von Paul Spirig. (Bild: Archiv/Ralph Ribi)

Ein letzter Gruss der Klasse von Paul Spirig. (Bild: Archiv/Ralph Ribi)

Das Buch mit dem Titel «Asche und Blüten» erscheint am 23. März. Das Buch habe die 47-jährige Janine Spirig ursprünglich für ihre drei Kinder geschrieben. Marianne Graf, Mitarbeiterin des Appenzeller Verlags, bestätigte entsprechende Medienberichte vom Donnerstag.

Theaterprojekt abgelehnt

Die Witwe des 1999 getöteten Lehrers tritt mit dem biografischen Werk erstmals an die Öffentlichkeit. Vor knapp zwei Jahren hatten die Angehörigen von Paul Spirig ein angekündigtes Theaterprojekt mit dem Arbeitstitel «Der St.Galler Lehrermord» abgelehnt. Nach den heftigen Reaktionen der Öffentlichkeit strich das Theater St.Gallen das Stück aus dem Programm.

Juristische Aufarbeitung verunmöglicht

Mehr als elf Jahre lang beschäftige der St.Galler «Lehrermord» von 1999 die Justiz. Im September 2010 wurde der geständige Täter, Ded Gecaj, nach einem langen juristischen Tauziehen von Kosovo an die Schweiz ausgeliefert. Der damals 52-Jährige sollte wegen Mordes und sexuellen Missbrauchs seiner Tochter in St.Gallen vor Gericht kommen. Doch es kam anders: Gecaj nahm sich in seiner Zelle im Regionalgefängnis St.Gallen das Leben, was die juristische Aufarbeitung der Tat verunmöglichte. (sda)