Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Wittenbacher Geburtstagskind darf im Polizeiauto mitfahren: «Er hat sich riesig gefreut»

Polizisten haben ein Herz für die Anliegen der Bürger: Das beweist das St.Galler Korps. Es hat einem Mann mit Behinderung seinen grössten Traum erfüllt.
Dinah Hauser
Der Polizeifan mit Handycap freut sich über die Streifenfahrt. (Bild: Kapo SG)

Der Polizeifan mit Handycap freut sich über die Streifenfahrt. (Bild: Kapo SG)

Polizisten sind nicht nur da, wenn es ums harte Durchgreifen geht. Sie haben auch ein Herz für die Anliegen der Bürger. So erfüllten zwei St.Galler Kantonspolizisten einem Mann mit Behinderung seinen grössten Wunsch: Zum Geburtstag durfte er im Polizeiauto mitfahren. Von Wittenbach, wo er in einer Wohngruppe der Stiftung Kronbühl lebt, ging es bis nach Bernhardzell und wieder zurück. «Der Mann hat sich wirklich riesig gefreut», sagt Polizeisprecher Hanspeter Krüsi. Der Polizeialltag habe eben auch seine schönen Seiten.

Auf Facebook kommentierte eine Frau, sie habe zu ihrem 40. Geburtstag auch mit der Polizei mitfahren dürfen. «Wir bekommen sehr viele Anfragen», sagt Krüsi. Häufig sei etwa die Bitte, ein Brautpaar am Altar abzuführen.

(Bild: Kapo SG)

(Bild: Kapo SG)

«Wir sind keine Unterhalter»

Die Bewertung der Anfragen liegt in Krüsis Hand. Seine Devise ist klar: «Wir treten nicht als Unterhalter auf». Wer das Geburtstagskind an dessen Party verhaften lassen will, dem wird der Wunsch nicht gewährt. Sieht der Polizeisprecher «einen tieferen Sinn», so kommt er dem Wunsch nach Möglichkeit nach. «Wir kümmern uns ständig um Personen, die mit dem Gesetz in Konflikt kommen», sagt Krüsi. «Da finde ich, sollten wir uns auch ab und zu Zeit nehmen, uns um Personen zu kümmern, die es im Leben nicht einfach haben.» Damit spricht Krüsi vor allem Menschen mit Beeinträchtigungen an.

Der spezielle Einsatz der Polizisten fand während der Arbeitszeit statt. Doch sorgen müsse man sich nicht, dass dadurch die Sicherheit der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet wäre. «Wenn eine Patrouille zum Beispiel für eine Befragung ins Krankenhaus geht, dann ist diese Streife auch für eine gewisse Zeit nicht verfügbar», sagt Krüsi. Die Polizei sei so aufgestellt, dass die Kapazität für mehrere Einsätze ausreiche. Hätte man die Polizisten trotzdem für einen dringlichen Einsatz aufbieten müssen, «dann hätten wir den Termin abgesagt oder abgebrochen.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.