Serie
«Wir waren gezwungen, über digitale Hilfsmittel miteinander zu sprechen»: FDP-Regierungsratskandidat Beat Tinner lobt die positiven Nebenwirkungen der Coronakrise

In der zweiten Serienfolge des E-Mail-Wahlkampfes reagiert FDP-Regierungsratskandidat Beat Tinner auf den Seitenhieb seiner Konkurrentin Laura Bucher (SP) - und hofft, dass die Verwaltung künftig digitaler und dezentraler arbeiten wird.

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Beat Tinner, FDP-Regierungsratskandidat.

Beat Tinner, FDP-Regierungsratskandidat.

(Bild: Hanspeter Schiess)

Betreff: Digitalisierung
Von: Beat Tinner
An: Laura Bucher; Michael Götte

Liebe Laura, lieber Michael

Du hast richtig erkannt, Laura: Auch Bürgerliche rufen in diesen Tagen nach dem Staat. Unser Kanton ist in dieser Krise handlungsfähig, weil wir Bürgerliche über Jahre einen soliden Staatshaushalt erhal- ten haben. Hätten wir alle Umverteilungswünsche deiner SP-Fraktion unterstützt, wären die Kassen vollends leer und die Menschen, die Arbeitnehmenden sowie unsere Unternehmen hätten das Nachsehen. Die staatlichen Hilfestellungen zeigen aber nur Wirkung, wenn die Gesellschaft vor allem Selbstverantwortung und Gemeinsinn leben. Ich habe festgestellt: Die Menschen sind hilfsbereit, schauen aufeinander und unterstützen sich gegenseitig. Und dies ganz ohne staatliche Bevormundung, wie ihr von der SP uns das immer aufzwingen möchtet. Für mich ist klar: Wir brauchen auch in Zukunft einen starken und leistungsfähigen Staat.

E-Mail-Wahlkampf

Die St.Galler Regierungsratskandidaten Laura Bucher (SP), Beat Tinner (FDP) und Michael Götte (SVP) dürfen derzeit nicht mehr öffentlich auftreten. Wahlkämpfe sind aber wichtig, auch in Krisenzeiten. Deshalb lassen wir sie hier bis zum zweiten Wahlgang am 19.April per E-Mail debattieren.

Dieser Staat soll auch wieder näher bei den Bürgerinnen und Bürgern und in den Regionen unseres Ringkantons spürbar werden. Die Kantonsverfassung hält fest: «Der Kanton erfüllt Staatsaufgaben dezentral, wenn insbesondere die Art der Aufgabe, wirtschaftlicher Mitteleinsatz oder wirksame Aufgabenerfüllung es verlangen.» In den letzten Tagen und Wochen waren wir gezwungen, Herausforderungen dezentral zu meistern und über digitale Hilfsmittel miteinander zu sprechen. Und es funktioniert!

Diese Errungenschaft dürfen wir nach der Krise – auch mit Blick auf das Klima – nicht wieder verlieren, sondern müssen daran arbeiten, die Verwaltung zu dezentralisieren und so die Wertschöpfung solidarisch in alle Regionen zu tragen. Würdet ihr mich dabei in der Regierung als einziges Mitglied aus dem Süden unseres Kantons unterstützen? Ich hoffe doch!

Beste Grüsse und bleibt gesund!

Beat