Kolumne
«Wir leeren weiterhin alle Robidogs und alle Abfallkübel»: Thomas Schmid, Herisaus Werkhofsleiter, liegt die Hygiene am Herzen

Wir lassen täglich Menschen aus der Ostschweiz zu Wort kommen, die in der Coronakrise weiterhin arbeiten. Thomas Schmid, Betriebsleiter des Werkhofs in Herisau und sein Team kümmern sich darum, dass die Strassen auch weiterhin sauber bleiben.

Merken
Drucken
Teilen
«Eine Gruppe arbeitet jeweils eine Woche, danach bleibt diese für zehn Tage zu Hause»: Herisaus Werkhof-Team um Leiter Thomas Schmid hat sich neu aufgeteilt.

«Eine Gruppe arbeitet jeweils eine Woche, danach bleibt diese für zehn Tage zu Hause»: Herisaus Werkhof-Team um Leiter Thomas Schmid hat sich neu aufgeteilt.

Bild: PD

Unser Werkhof-Team besteht aus 18 Personen. Zwei Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice. Den Rest haben wir so aufgeteilt, dass drei Gruppen mit je fünf Mitarbeitern unterwegs sind. Eine Gruppe arbeitet jeweils eine Woche, danach bleibt diese für zehn Tage zu Hause. Das hat den Vorteil, dass wir im Falle einer Ansteckung nicht alle gleichzeitig ausfallen. Die Koordination wird durch die drei Gruppenchefs geleitet. Wir haben uns auf die notwendigsten Arbeiten reduziert, dies beinhaltet die Hygiene und Sauberkeit von Herisau. Wir leeren weiterhin alle Robidogs und alle Abfallkübel. Auch werden die Kübel nach der Leerung gereinigt. Die zusätzlichen Arbeiten wie Baustellensignalisation, Beleuchtungsreparaturen, Parkuhrenunterhalt und anderes laufen reduziert weiter.

Die Mülleimer sind fast übervoll

Für den Wintereinsatz haben wir ein separates Konzept. Da müssen wenn nötig alle 18 Mitarbeiter raus. Das war etwa am Montag der Fall, als es so geschneit hatte. Aber auch hier achten wir auf die Sicherheit. So dürfen nicht mehr als fünf Männer in der Umkleide sein. Zudem haben wir die Einteilung so organisiert, dass die Mitarbeiter einen Abstand von minimal zwei Metern zueinander einhalten können. Obwohl es auf den Strassen ruhiger geworden ist, haben wir aber nicht den Eindruck, dass diese dadurch sauberer geworden sind. Im Gegenteil, es ist fast schlimmer wie sonst. Nach dem Wochenende waren die Abfallkübel fast übervoll. Aber wir halten alles sauber.

Aufgezeichnet von Ines Biedenkapp