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Winzer Marco Casanova: «Wir haben Katzen im Weinberg integriert»

Marco Casanova ist der Einzige in der Umgebung von Walenstadt, der seinen Wein biodynamisch herstellt.
Natascha Arsic
Marco Casanova auf seinem Weinberg der Casanova WeinPur AG in Walenstadt. (Bild: Thomas Henry)

Marco Casanova auf seinem Weinberg der Casanova WeinPur AG in Walenstadt. (Bild: Thomas Henry)

natascha.arsic@tagblatt.ch

Nur biologisch zu produzieren, war Marco Casanova «zu wenig anspruchsvoll». Daher entschied er sich, mit Pflanzen, Menschen, Tieren, der Natur «und dem Kosmos» ganzheitlich zu arbeiten. «Das ist eine Lebensphilosophie», sagt der 50-Jährige. Privat lege er ebenso viel Wert darauf, sich selber Gutes zu tun und praktiziert beispielsweise Yoga. Für seinen eigenen Kompost hätte der Winzer auf seinem Demeter-zertifizierten Weinbetrieb gerne Kühe. Dies sei zurzeit zwar noch nicht möglich, aber: «Seit der letztjährigen Mäuseplage haben wir Katzen im Weinberg integriert, die ihre Aufgabe hervorragend erfüllen», sagt er lachend.

Casanova arbeitete unter anderem sieben Jahre in Südfrankreich. Dort half er mit, ein Weingut aufzubauen, das zu internationaler Bekanntheit gelangte. Der Winzer hätte sich aber nie träumen lassen, hierzulande einen eigenen Weinbetrieb zu besitzen. «In der Schweiz ein Weingut zu haben, ist wie eine Perle am Sandstrand zu finden.»

Dass es bei ihm dennoch geklappt hat, zeige ihm, dass er auf dem richtigen Weg ist. Mit 28 Jahren Weinerfahrung kennt er seine Stärken: sein Know-How und sein Durchhaltevermögen. «Ich bin wie ein Hund, der den Knochen nicht loslässt, wenn er ihn hat.» Dennoch setzt sich Casanova nicht fest, wenn er einen guten Wein produziert hat. Das Schöne am Winzerberuf sei, dass man nie ausgelernt habe. «Man weiss nie, ob man seinen besten Jahrgang produziert hat und darum gibt man immer sein Bestes», so der 50-Jährige.

St. Galler Wein ist im Kommen

Der St. Galler Wein werde immer wieder neu positioniert und präsentiert, was laut Casanova nötig ist. «Wir haben gute Weine, die mit den besten Qualitäten aus den umliegenden Regionen oder auch international mithalten können.» Schweizer trinken relativ viel Wein, meint er schmunzelnd. Die Schweiz sei aber kein Land für Massenwein, sondern für Spezialitäten. Wenn man guten Wein produziert, habe man hier die Chance, auch mit einem kleineren Betrieb zu überleben.

Die Winzer in Walenstadt seien mit ebenfalls hochwertigen Produkten teils wohl Konkurrenten. Casanova ist aber der Meinung, dass sich eine Gegend heutzutage gemeinsam präsentieren muss. «Einzelkämpfer – das war früher einmal, nun müssen wir als Gruppe auftreten.» Stolz erzählt er, dass die Bio-Winzer aus Walenstadt mittlerweile einen eigenen Slogan haben: «Die Weinperlen vom Walensee». Zusammen sei man nämlich viel stärker als alleine.

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