Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WILDHAUS-ALT ST.JOHANN: Bergbahnen verursachen Papierberge

Welche Pläne hegt die Regierung für den Tourismus im Toggenburg, welche für die Bergbahnen? Antworten auf drei politische Vorstösse liefern Ansätze.

Die Anlagen sind in Betrieb. Die Wintersportler freuen sich am frühen Schnee. Der erfreuliche Winterstart tut der Stimmung gut. Doch er kann nicht darüber hinwegtäuschen: Zwei der drei grossen St.Galler Skigebiete kämpfen mit Problemen. Am Pizol fehlt das Geld in der Kasse, die Bahnen steuern auf die Zahlungsunfähigkeit zu. Im Spätherbst beschloss daher der Kanton, den Bahnen im Sarganserland unter die Arme zu greifen – nicht ohne dies an strikte Bedingungen zu knüpfen; die Bahnen müssen eine nachhaltigere Geschäftsstrategie entwickeln, als dies heute der Fall ist. Im Obertoggenburg ist die Zusammenarbeit der beiden Bergbahnbetreiber so fern wie nie zuvor. Einzig über den Flumserbergen ist der Himmel wolkenfrei.

So wundert nicht, dass die Bergbahnen auch die Politik beschäftigen. Drei Vorstösse aus dem Kantonsrat waren in den letzten Wochen eingegangen. Nun liegen die Antworten der Regierung vor.

Die Fraktionen der FDP, SVP sowie SP und Grüne – haben Fragen zur künftigen touristischen Entwicklung des Toggenburgs aufgeworfen. Die Regierung unterstreicht, was sie in den vergangenen Wochen bereits mehrfach betont hat: Die beiden Bergbahnunternehmen müssten an einem «gemeinsamen Strang ziehen»; würden sie sich nicht auf eine gemeinsame Strategie verständigen, sei «eine nachhaltige, touristische Entwicklung des oberen Toggenburgs schwierig». Kooperationen unter den touristischen Leistungsträgern seien «unabdingbar», schreibt sie. Sie stellt allerdings auch fest: «Derzeit scheint keine vertiefte Kooperation erkennbar und möglich.»
Das Volkswirtschaftsdepartement will – nach Flumserberg sowie Bad Ragaz und Umgebung – als nächstes im Obertoggenburg das Tourismusentwicklungskonzept vorantreiben. Doch auch da hält die Regierung fest: Ein solches Konzept könne nur funktionieren, wenn die ansässigen Leistungsträger auch gewillt seien, bestehende Strukturen anzupassen und weiterzuentwickeln.

Dazu gehört für die Regierung auch eine Verlagerung vom Wintertourismus hin zu einem stärker werdenden Sommergeschäft. Dieser Prozess verlange betriebswirtschaftliche Anpassungen und auch den Aufbau neuer Infrastrukturen. Nur dann würden staatliche Subventionen Sinn machen. Oder mit den Worten der Regierung: «Langfristige Subventionen ohne erkennbare Veränderungen in den Regionen sind nicht zielführend.» Die Frage, ob sie ein Bergbahnen-Gesetz im Fokus habe, verneint die Regierung.

Regula Weik
regula.weik@tagblatt.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.