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Zwischen Abfallbergen und Nachhaltigkeit: McDonald's engagiert sich in der Region Wil am Clean-Up-Day

McDonald’s kämpft um ein grünes Image. So engagiert er sich dieses Wochenende in der Region am nationalen Clean-Up-Day. Doch wie passen Umweltbewusstsein und der Fast-Food-Gigant tatsächlich zusammen?
Gianni Amstutz
Am Wochenende führen die McDonald’s-Filialen an der Thurau und in Rickenbach Aufräumaktionen durch. (Bild: PD)

Am Wochenende führen die McDonald’s-Filialen an der Thurau und in Rickenbach Aufräumaktionen durch. (Bild: PD)

«McDonald’s ist sich seiner Verantwortung bewusst und nutzt seine Grösse, um hohe Umweltstandards im Alltag zu leben.» So beginnt die Medienmitteilung des Unternehmens zu seiner Beteiligung am Clean-Up-Day, einem nationalen Aktionstag für die Umwelt. Rund um die Filiale an der Thurau und jene in Rickenbach werden Mitarbeiter am Samstag Abfall einsammeln. Man wolle damit ein Zeichen für mehr Lebensqualität und weniger Abfall setzen, heisst es weiter. McDonald’s als Retter der Umwelt? Tatsächlich werden zwei der drei für den Clean-Up-Day organisierten Aktionen rund um die Stadt Wil vom Fast-Food-Unternehmen organisiert. Was auf den ersten Blick Fragezeichen aufwirft, gehört seit einigen Jahren zur Strategie des Unternehmens. McDonald’s hat sich Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein auf seine Fahne geschrieben.

Gegen Kartonverpackung ist kein Kraut gewachsen

Die Abfallmengen, die bei einem einfachen Menü entstehen, sind indessen kaum kleiner geworden. Je eine Kartonverpackung für Pommes Frites und Burger sowie ein Kartonbecher fürs Getränk: Da stapeln sich die Überreste schnell einmal zu Abfallbergen auf den Tablets. «Wir verwenden heutzutage Verpackungen, die zu rund 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen wie Papier und Karton bestehen», sagt Deborah Murith, Sprecherin bei McDonald’s. Gleichzeitig räumt sie aber ein, dass vom gesamten Abfall 2017 nur rund 28 Prozent recycelt werden konnten, der Rest wurde in Kehrichtverbrennungsanlagen entsorgt. Während man im Küchenbereich das Recyclingsystem perfektioniert habe, sei man im Gästebereich noch auf der Suche nach einer wirkungsvollen Lösung. «Die bisherigen Tests waren entweder wegen der aktuellen technischen Möglichkeiten, die Abfälle zu verwerten, oder wegen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht erfolgreich», sagt sie. Zukünftige Verpackungen sollten von Beginn weg so gestaltet werden, dass alle verwendeten Materialien einfacher rezykliert werden können und dadurch die Auswirkungen auf die Umwelt weiter sinken.

Auf die Kartonverpackungen zu verzichten und Burger für Restaurantgäste auf Tellern zu servieren, kommt für McDonald’s jedoch nicht in Frage. In den McCafés setze man auf Porzellangeschirr, für die übrigen Produkte kämen aber weiter Einwegverpackungen zum Einsatz. Dies habe mehrere Gründe: «Unsere Verpackungen dienen zum einen der Produktepräsentation und enthalten Informationen für unsere Gäste. Zum anderen spielen die Verpackungen beim Zubereitungsprozess unserer Produkte in der Küche eine wichtige Rolle», sagt die Presseverantwortliche. Will heissen: Ein ansprechendes Aussehen und effiziente Abläufe in der Küche geniessen – zumindest in diesem Bereich – höhere Priorität als der Gedanke an die Umwelt.

Deborah Murith relativiert aber: «Pro Gast und Besuch entstehen zirka 75 Gramm Abfall in unseren Restaurants.» Daneben setze der Fast-Food-Gigant auf Ökostrom, kaufe 85 Prozent der Produkte bei lokalen Lieferanten ein und beteilige sich an Aktionen wie dem Clean-Up-Day. Auch ausserhalb des nationalen Umwelttags führe man täglich Aufräumtouren in der Umgebung der Filialen durch.

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