Zweitwärmster August seit Messbeginn

Nachdem bereits der Vormonat als zweitwärmster Juli seit Messbeginn vor 150 Jahren in die Wetterbücher eingegangen ist, hat es ihm der dritte Sommermonat nun gleichgetan und kann sich als bislang zweitwärmster August feiern lassen.

Christoph Frauenfelder *
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Viel Sonnenschein und Wärme machen Freibäder zu Magneten. (Bild: Hans Suter)

Viel Sonnenschein und Wärme machen Freibäder zu Magneten. (Bild: Hans Suter)

NIEDERUZWIL. Mit einem Durchschnitt von 19,9 Grad ist der dritte Sommermonat an der Wetterstation Fürstenland in Niederuzwil gegenüber dem langjährigen Mittelwert des Zeitraums 1981–2010 (Referenzperiode) um 2,1 Grad zu warm ausgefallen. Damit geht er als zweitwärmster August seit Messbeginn vor 150 Jahren in die Wetterbücher ein. Die tiefste Temperatur betrug 10 Grad. Die höchste Temperatur wurde mit 34 Grad registriert. Die Heizgradziffer ergab 0 Grad. Der August brachte 16 Sommertage (über 25 Grad) sowie 10 Hitzetage (über 30 Grad). Noch heisser war nur noch der August 2006 mit 21,7 Grad Durchschnittstemperatur.

Wieder sehr trocken

Die Niederschläge fielen mit nur 54 Millimeter (40 Prozent) erneut stark defizitär aus. Es ist damit der trockenste August seit 40 Jahren. Diese Regenmenge verteilte sich auf neun Tage, das sind vier zu wenig. An sechs Tagen zeigten sich Gewitter (jede Entfernung). Nebeltage wurden bereits drei verzeichnet.

Viel Sonnenschein

Mit 230 Stunden schien die Sonne gegenüber dem langjährigen Mittelwert rund 10 Prozent zu viel. Die mittlere Windgeschwindigkeit betrug 2,8 Kilometer pro Stunde, sie liegt damit 30 Prozent zu tief. Die höchste Windspitze wurde mit 61 Kilometer pro Stunde gemessen. Im August gab es keine Sturmtage.

Das war ein Sommer

Der meteorologische Sommer war mit einem Durchschnitt von 19,8 Grad um 2 Grad zu warm. Wärmer in der 150jährigen Messreihe war nur noch der Hitzesommer 2003. Es gab 21 Hitzetage, gleich viel wie im Jahr 2006. Der Hitzesommer 2003 schlug mit «lediglich» 18 Hitzetagen zu Buche.

* Der Autor ist Inhaber der Meteotop-Wetterstation Fürstenland in Niederuzwil.