Zweimal Gold aus dem Aargau

Die Kunstturnerinnen des TZ Fürstenland (TZFF) beteiligten sich erfolgreich an den Aargauer Meisterschaften. Nach einem Unterbruch von mehreren Jahren setzte es heuer zwei Kategoriensiege ab.

Hans Kölbener
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Anna Huber setzte sich im Aargau überraschend durch und siegte. (Bild: pd)

Anna Huber setzte sich im Aargau überraschend durch und siegte. (Bild: pd)

KUNSTTURNEN. Das Rüebliland ist seit Jahren eine Macht im Frauenkunstturnen. Turntradition und professionelle Förderung bringen dort immer wieder viele leistungsstarke Turnerinnen hervor. Entsprechend hoch ist das Niveau an den kantonalen Meisterschaften. Das Wochenende begann für die Ostschweizerinnen mit dem Programm 1. In dieser Kategorie geht es darum, im Training eine gute Mischung zwischen Basis- und Bonuselementen zu finden. Offensichtlich gelingt das den Technikerinnen im TZFF, denn die Jüngsten erzielten ein ausgezeichnetes Teamresultat: Acht Auszeichnungen, darunter die Ränge acht, neun und zehn und mit Nela Scherrer die beste Turnerin ihres Jahrgangs.

Höchstnote und Spitzenresultat

Noch besser die Bilanz im P2: Anna Huber (STV Oberbüren) turnte einen starken Wettkampf: Höchstnote am Stufenbarren und Spitzenergebnisse auf dem Balken und am Boden. Platz eins als logische Folge eines nahezu perfekten Tages. Die einheimischen Turnerinnen schienen sichtlich überrascht, dass die Goldmedaille in die Ostschweiz entführt wurde. Mit Nyah Bingesser und Selina Knöpfel gewannen zwei weitere Ostschweizerinnen Auszeichnungen.

Die Turnerinnen im Programm 3 fokussierten ihre Trainingsarbeit auf die bisher fehlenden Schwierigkeitselemente. Dies bewirkte bei allen eine markante Steigerung der Punktzahl, und so nahmen sie in Lenzburg gleich das ganze Podest in Anspruch: Alina Knöpfel (TV Lütisburg) zeigte erneut eine sehr gute Leistung und gewann etwas überraschend vor ihren Teamkolleginnen Elena Mattioli und Gabriela Miljak. Nina Landolt turnte solid und holte Auszeichnung Nummer elf ins Fürstenland.

Geschwächt angetreten

Teamseniorin Anouk Steiner startete nach einer Grippe geschwächt in den Wettkampf. Sie begann mit einer guten Bodenübung. Im zweiten Durchgang sprang sie einen hohen Tsukahara und bekam eine weitere hohe Punktzahl gutgeschrieben. Doch die Kraft reichte nicht nicht für vier fehlerfreie Übungen. Umso stolzer auf ihre kämpferische Leistung nahm sie die Bronzemedaille in Empfang.

Die Kunstturnerinnen stecken jetzt in der intensivsten Wettkampfzeit: Nach den Aargauer Meisterschaften geht es am nächsten Wochenende zu den Zürcher Kunstturnerinnentagen. Dazu kommt der Qualifikationsdruck für die Schweizer Meisterschaften. Die Fürstenländerinnen scheinen bereit zu sein.

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