Zweikampf um Hausaufgaben

Fabian Schär besuchte gestern Rossrüti. Der ehemalige FC-Wil-Spieler, der heute beim FC Basel verteidigt, erzählte den Schülern des Primarschulhauses von seiner Karriere und mass sich mit ihnen im Jonglieren und Zielschiessen.

Benjamin Pelzmann
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Mitfiebern beim Wettschiessen gegen Fabian Schär: Es geht um einen Tag ohne Hausaufgaben. Die Kinder feuern den jungen Schützen an. (Bilder: bp.)

Mitfiebern beim Wettschiessen gegen Fabian Schär: Es geht um einen Tag ohne Hausaufgaben. Die Kinder feuern den jungen Schützen an. (Bilder: bp.)

ROSSRÜTI. Ein FC-Basel-Profi in der Primarschule. Der in Wil aufgewachsene Fabian Schär besuchte gestern die Schüler und Kindergärtler in Rossrüti. Dort ist 2012 das Jahr des Sports. «Die Kinder durften entscheiden, unter welches Motto sie das Jahr stellen möchten», sagt Regina Spirig, Lehrerin an der Schule und Organisatorin des gestrigen Besuchs von Fabian Schär. Sie wollte die rund 100 Kinder mit einem jungen, bekannten Sportler aus der Umgebung in Berührung bringen und fragte dazu beim FC Basel an. Fabian Schär sagte sofort zu.

Schon immer der Sport

Mit der Hymne «We are the champions» und einem grossen Applaus empfangen die Schüler den Fussballer in der Turnhalle. Schär berichtet anhand von Bildern aus seinem Leben und seinem sportlichen Werdegang. Ins Matt-Schulhaus sei er gegangen, dann ins Lindenhof, habe schon mit sieben Jahren Fussball gespielt. «Mit dem Wechsel zum FC Basel und der Teilnahme an den Olympischen Spielen gingen Kindheitsträume von mir in Erfüllung», sagt der 20-Jährige.

Es geht um alles

In der Turnstunde wurde nicht nur zugehört. Die Lehrkräfte hatten einen Fussball-Wettkampf vorbereitet. Dabei massen sich Schüler aus allen Klassen des Schulhauses mit dem Fussballprofi. Die Disziplinen «Jonglieren» und «Zielschuss» standen auf dem Programm. Regina Spirig erhöhte spontan die nervliche Anspannung, als sie bekanntgab, dass ein Sieg der Schüler einen Hausaufgaben-freien Tag bedeute.

Ein leeres Tor

Beim Jonglieren reichten vier talentierte Schüler gemeinsam nicht an Schärs Ballbeherrschung, doch beim Zielschuss flog kein Ball durch die aufgespannten Ziele. Kein Schütze erzielte einen Treffer. «Für den grossen Einsatz, haben sich die Schüler sicher einen Tag ohne Hausaufgaben verdient», sagte Schär darauf und wurde mit lautem Applaus bestätigt. Zum Schluss verteilte der Fussballer noch Autogramme – und bekam auch welche. Die Schüler schenkten ihm einen Ball mit ihren hundert Unterschriften.