Zwei Siege sichern RiWi den Verbleib in der NLB

FAUSTBALL. Das Team aus Rickenbach-Wilen (RiWi) stand in Wängi im Einsatz. Es galt dort, in der NLB-Abstiegsrunde die Relegation aus dem nationalen in den regionalen Faustball zu verhindern.

Herbert Brägger
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Weder im Angriff noch in der Defensive konnte RiWi überzeugen. (Bild: Urs Nobel)

Weder im Angriff noch in der Defensive konnte RiWi überzeugen. (Bild: Urs Nobel)

FAUSTBALL. Das Team aus Rickenbach-Wilen (RiWi) stand in Wängi im Einsatz. Es galt dort, in der NLB-Abstiegsrunde die Relegation aus dem nationalen in den regionalen Faustball zu verhindern. Für die Hinterthurgauer war der Abstieg allerdings nie ein Thema, denn die Voraussetzungen für den Ligaerhalt waren optimal. RiWi startete mit einem Punktepolster aus der Vorrunde und hatte so bereits vier Zähler Startguthaben im Gegensatz zu den drei Gegnern, Diepoldsau (2), Rüti (1) und Affeltrangen ohne Punkte. Auch die Tatsache, dass man in der Qualifikationsrunde alle Gegner bereits einmal geschlagen hatte, gab dem Team die nötige Sicherheit. Um den direkten Ligaerhalt zu sichern, war das Erreichen eines der ersten beiden Ränge notwendig, wozu für RiWi ein gewonnenes Spiel reichen würde.

In der Startpartie versagt

In der ersten Partie gegen die Reserven von NLA-Leader Diepoldsau startete RiWi furios und selbstsicher. Nach einem 11:5 konnte zwar der Gegner mit 12:10 ausgleichen, ehe RiWi erneut in Führung ging und mit dem 2:1 gute Voraussetzungen zur vorzeitigen Ligasicherung schuf. Plötzlich liess aber bei den Thurgauern die Konzentration nach. Diepoldsau war clever genug, dies sofort auszunutzen und schaffte es, die Partie noch zu drehen und mit 3:2 Sätzen zu gewinnen.

Ohne Topleistung erfolgreich

Der Frust über die leichtfertig vergebene Startpartie wirkte sich zu Beginn der Partie gegen Rüti negativ auf die Leistung des klaren Favoriten aus. Unsicherheiten brachten es mit sich, dass der Gegner immer wieder im Vorteil war und sogar bei 10:7 seinen ersten Satzball spielen konnte. RiWi konterte, musste aber nochmals zwei Penalties abwehren, ehe die Schlussoffensive die Satzentscheidung zum 14:12 brachte. Etwas gelöster stieg RiWi in die Fortsetzung der Partie. Trotz dem 3:0-Erfolg zeigte RiWi keine überzeugende Leistung und profitierte nur von vielen Eigenfehlern des Gegners.

Schwache Kehrauspartie

Dank des Erfolgs gegen Rüti war der Ligaerhalt gesichert. Im Spiel gegen Schlusslicht Affeltrangen hätte die Truppe eigentlich unbeschwert auftreten können. Es entwickelte sich jedoch eine Partie mit vielen Unsicherheiten, hüben wie drüben. Nachdem RiWi die ersten beiden Sätze knapp gewonnen hatte, war die Reihe an Affeltrangen. RiWi wurde total überfahren und liess ein Negativ-Satzergebnis von 0:11 zu. Auch im nächsten Abschnitt spielte Affeltrangen die Musik und schaffte den 2:2-Satzausgleich. RiWi gelang dann doch noch eine Steigerung, welche zum 11:5 und dem Gewinn der Partie führte.

Auftrag glanzlos erfüllt

Trotz der erfolgreichen Verteidigung der Ligazugehörigkeit sah man in den Gesichtern der Spieler und des Trainers am Schluss Unzufriedenheit. Trainer Benjamin Meile meinte dann: «Wichtig sind zuerst einmal die vier Punkte und damit der Ligaerhalt. In der Partie gegen Diepoldsau habe ich noch gute Phasen gesehen, wogegen wir für die andern beiden Spiele überhaupt nicht bereit waren und die Körperspannung total fehlte. Positiv war, dass wir stabil genug sind, um auch mit schlechtem Spiel gewinnen zu können».