Zwei Schützenkönige empfangen

WIL. So erfolgreich wie noch nie – unter diesem Motto könnte man die diesjährige Teilnahme der Wiler Stadtschützen am Eidgenössischen in Aarau zusammenfassen.

Christof Lampart
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Der Präsident der Stadtschützen, Robert Signer, freute sich darüber, dieses Jahr zwei Schützenkönige vom Eidgenössischen mitgebracht zu haben: «Das ist in der über 500-jährigen Geschichte der Stadtschützen einmalig.» (Bild: art.)

Der Präsident der Stadtschützen, Robert Signer, freute sich darüber, dieses Jahr zwei Schützenkönige vom Eidgenössischen mitgebracht zu haben: «Das ist in der über 500-jährigen Geschichte der Stadtschützen einmalig.» (Bild: art.)

Die goldenen Kränze an der Vereinsfahne und die Kränze auf den Häuptern der Meisterschützen liessen am Sonntagabend schon beim Aufmarsch auf den Hofplatz, welcher von der Stadtmusik Wil angeführt wurde, mehr als nur erahnen, dass sich in diesem Sommer in Aarau – aus Wiler Sicht – Historisches ereignet hatte. Tatsächlich war dem so, denn der Präsident der Wiler Stadtschützen, Robert Signer, betonte freudestrahlend die Einmaligkeit des Geschehenen.

«In der 590-jährigen Geschichte der Stadtschützen Wil haben erstmals zwei Schützen den Titel eines Eidgenössischen Schützenkönigs erhalten», sagte Signer zu Manuel Petter und Benedikt Mäder gewandt.

Drei unter den besten Acht

Robert Signer gab zu bedenken, dass solche Erfolge nur mit einem «ungebrochenen Trainingsfleiss» zu realisieren seien.

Um die besten Voraussetzungen dafür zu schaffen, brauche es aber nicht nur eine gute Infrastruktur, sondern auch entsprechend motivierte Ausbildner. In diesem Zusammenhang sei insbesondere der 300-Meter-Ausbildungsverantwortliche, Hansruedi Hildebrand, zu erwähnen, der «gleich zwei Schützenkönige für unseren Verein ausgebildet hat», freute sich Signer. Mit Simon Forster, welcher den 8.

Rang bei den Jugendlichen belegte, schrammte ein weiterer Spitzenschütze nur äusserst knapp am Final der besten sechs vorbei. Wie wertvoll diese drei Spitzenklassierungen sind, sieht man daran, dass sich die Jugendlichen nicht nur kantonal fürs Eidgenössische qualifizieren, sondern sich in Aarau gegen nicht weniger als 1466 Jungschützinnen und -schützen durchsetzen mussten.

Knapp das Podest verpasst

Aber auch ganz generell schnitten die 300-Meter-Schützen aus Wil gut ab, belegten doch diese als beste St. Galler Sektion den 8. Rang unter 226 Sektionen – und das mit einem guten Resultat von 97,337 Punkten. Zum Podestplatz fehlten nur gerade einmal 1,7 Punkte.

Auch die Pistolenschützen legten für die Stadt Wil Ehre ein. In der 25-Meter-Konkurrenz wurden die Wiler Pistolenschützen im 29. Rang von 73 Sektionen als beste St. Galler Gruppe klassiert.

Und im Gruppenwettkampf 25 Meter erreicht die Gruppe «Wiler Bären» mit Bruno Högger, Ralph Jöhl, Robert Weilenmann und Max Zäch den 8. Rang von 138 Gruppen. Noch besser lief es in der 50-Meter-Konkurrenz, schaute doch hier der 10. Rang unter 71 Sektionen heraus. «Mit etwas mehr Wettkampfglück hätte hier ein Podestplatz erreicht werden können», machte Signer noch ein gewisses Verbesserungspotenzial aus.

«Wir sind stolz auf Euch!»

Auch Stadtpräsident Bruno Gähwiler gratulierte und wies mit einem Zitat Heinrich Heines («Wer einmal trifft, ist noch kein Schütze») auf die hohen Anforderungen hin, welche der moderne Schiesssport an einem stelle. «Es braucht eine sichere Hand, gute Körperbeherrschung, mentale Stärke, Konzentration auf das Wesentliche, Selbstbeherrschung, Geduld und Idealismus», erklärte Gähwiler.

Und der Präsident von Tourismus Wil, Andreas Hilber, drückte in wenigen Worten das aus, was in diesem Moment wohl alle dachten, die auf dem Hofplatz versammelt waren: «Liebe Schützen, wir sind stolz auf Euch.»