Zwei Punkte dank Effizienz

Der EHC Uzwil gewinnt das 1.-Liga-Derby in Herisau vor über 400 Zuschauern im Penaltyschiessen. Er besitzt beim 3:2-Erfolg zwar weniger Spielanteile, aber die besseren Nerven. Zu reden gibt der Uzwiler Treffer von Heid zum 2:2-Ausgleich in der aufreibenden Schlussphase.

Lukas Pfiffner
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EISHOCKEY. Herisau und Uzwil haben jüngst starkes Personal verloren. Beide gehören zu den schwächsten Teams der Ostgruppe. Und beide zeigten im ersten Derby der laufenden Saison: Die Tabellenlage hat an Selbstvertrauen und Stilsicherheit gezehrt. Herisau entwickelte grösseres Spielvolumen und mehr Scheibenbesitz, während Uzwil effizient war. Koch und Schneider bewirkten bis zur 15. Minute das 1:1. Herisau war im zweiten Drittel deutlich überlegen, was nach Ansicht von Uzwils Trainer Roger Bader auch dem Umstand geschuldet war, dass «wir lange auf ein Forechecking verzichteten».

Ohne Partnerspieler

Eine Mannschaft mit mehr Abschlussformat als Herisau hätte die Partie vor der zweiten Pause entschieden: Uzwil kam kaum mehr aus der eigenen Zone heraus, was Sonder die Möglichkeit gab, sich als auffälligster Spieler zu etablieren. Bader bezeichnete den Auftritt als gute Mannschaftsleistung, «weil wir im Gegensatz zu Herisau auf Partnerspieler verzichten mussten». Durch das Powerplaytor von Heid (57.) kämpfte sich Uzwil in die Verlängerung.

Zu viele Herisauer

Beide Trainer kamen aus unterschiedlichen Gründen auf dieses 2:2 zu sprechen. Herisaus Roger Nater ärgerte sich über das Eingreifen des Schiedsrichter, der in der Schlussphase der regulären Spielzeit zum zweitenmal innert drei Minuten zu viele Appenzeller Spieler auf dem Eis ausmachte und eine Strafe aussprach. «Der erste Entscheid war richtig, der zweite nicht, weil das Geschehen abseits stattfand.» Roger Bader sagte: «Der späte Zeitpunkt des Ausgleichs mochte für uns glücklich sein, aber damit war die spezielle Art des 2:1 egalisiert.» Überraschend war in der 46. Minute aus einem Bully heraus eine Scheibe Timo Kollers zur Herisauer Führung in die Torecke gerutscht.

Herisau – Uzwil 2:3 n. P. (1:1, 0:0, 1:1) Sportzentrum – 423 Zuschauer – Sr. Albertin (Cali/Obwegeser). Tore: 4. Koch (Stoob) 0:1. 15. Schneider (Breitenmoser) 1:1. 46. T. Koller 2:1. 57. Heid (Bucher; Ausschluss M. Koller) 2:2. Strafen: 9mal 2 Min. und 2mal 10 Min. gegen Herisau. 7mal 2 Min. und 1mal 10 Min. gegen Uzwil. Herisau: Huber; Hohl, Brunner; Nater, Diener; Meyer, Küng; Aerni, Schneider, Breitenmoser; Popp, Ammann, Jeitziner; Senn, Pace, T. Koller; M. Koller, K. Homberger, Peter. Uzwil: Sonder; Klopfer, Sturzenegger; Hiltebrand, Bischof; Frenzel, Hofer; Berweger; Fehlmann, Bucher, Graf; Stoob, Koch, Scherrer; Tius, Heid, Elsener; Puntus. Bemerkungen: Herisau ohne Diacon, L. Homberger, Vlk (verletzt) sowie Crasemann und Rotzinger (beide krank). Uzwil ohne Stüssi, Hohlbein, Locher (beide verletzt) und Swart (abwesend). 30. Pfostenschuss Ammann.

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