Zwei Podestplätze für Fahrer aus der Region

An der ersten Sichtungsprüfung für die Weltmeisterschaft in Frauenfeld überzeugten die Brüder Scherrer vom Fahrverein Wil mit zwei Podestplätzen. Ganz knapp daran vorbei fuhr Tamara Schönenberger.

Claudia A. Meier
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Fahrsport. Sommerliche Temperaturen und Sonnenschein liessen am Freitag die Geschirre der Pferde für die ersten beiden Disziplinen, Dressur und Hindernisfahren, glänzen. Bei den Einspännern Pony fuhr Cedric Scherrer vom Fahrverein Wil auf den dritten Platz. Mit dem Nuller zwischen den Kegeln beendete er den Tag als Zweiter im Zwischenklassement. Sein jüngerer Bruder Yannik war je Vierter in Dressur und Hindernisfahren.

Wetterwechsel

Auf den Samstag wechselte das Wetter. Es begann in der Nacht zu regnen, was dem ausgetrockneten Boden nur gut tat. Auch am Vormittag fielen noch ein paar Tropfen, dann blieb es trocken. Allerdings war es um einiges kühler als am Vortag, was die Pferde wahrscheinlich am ehesten schätzten.

Bereits früh am Morgen musste Tamara Schönenberger aus Mosnang mit Sem die Geländeprüfung bei den Einspännern M in Angriff nehmen. Mit Sem gelang ihr eine gute Fahrt zwischen den Hindernissen, sie war in dieser Teildisziplin Dritte und verfehlte als Vierte der Gesamtwertung den Podestplatz nur um fünf Hundertstel Punkte.

Bei den Einspännern S war Conny Wagner (Niederbüren) am Start. Sie fuhr solide, aber ein Höhepunkt fehlte ihr. So reichte es mit dem zehnten Platz gerade noch für die Top-Ten.

Spannende Entscheidung

Bei den Pony-Einspännern war die Ausgangslage spannend. Man weiss, dass Cedric Scherrer ein guter Marathonfahrer ist, aber man wusste nicht, wie sich der noch unerfahrene Naidoo in den Hindernissen schlagen würde. Die beiden gaben eine klare Antwort. Sie fuhren einen schnellen, aber trotzdem sicheren Marathon, der mit dem ersten Platz belohnt wurde. Das bedeutet auch den knappen Sieg in der Gesamtwertung. Scherrer lag nur 0,4 Punkte vor Doris Schmid. Damit brachte er sich für die Weltmeisterschaft im September in Lipzza (Slowenien) in eine gute Ausgangslage, zumal diese beiden den Rest des Feldes deutlich distanzierten.

Auch Yannik zeigte im Gelände seine Qualitäten als Zweiter. Damit arbeitete er sich in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz nach vorne und klassierte sich hinter dem überlegenen Sieger Christof König. Ruedi Steiner zeigte bei den Zweispännern L/M eine gute Dressur, im Hindernisfahren war er mit einem Abwurf auch bei den Leuten. Allerdings lief es ihm im Gelände nicht gut, so dass er mit dem achten Platz vorlieb nehmen musste.

Meier an die WM?

In der zweiten Zweispännerkategorie belegte Bruno Meier (Hefenhofen, Fahrverein Wil) in der Endabrechnung den zweiten Platz mit soliden Leistungen in allen Disziplinen. Nach seinen Leistungen im französischen Pau zählt er zu den Kandidaten für eine WM-Selektion im August im französischen Conty.

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