Zwei gemischte Doppel

Die Lütisburger Ortsparteien nominieren je eine Frau und einen Mann für die Ersatzwahlen in den Gemeinde- und den Schulrat. Auch bezüglich Parteizugehörigkeit herrscht Ausgewogenheit.

Albert Büchi
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lütisburg. Die Nominationsversammlung wurde relativ kurzfristig auf Dienstagabend im Hotel Rössli in Tufertschwil angesetzt. CVP-Präsident Walter Räss nannte dafür zwei Gründe. Zum einen möchte man die Ersatzwahlen für den Gemeinde- und den Schulrat am 25. April durchführen, weil an diesem Tag ein allfälliger zweiter Wahlgang bei der Wahl fürs Gemeindepräsidium stattfände. Für das Wahlprozedere müssen gesetzliche Fristen eingehalten werden, die eine spätere Vorstellung nicht zulassen. Der andere Grund war, dass eine Kandidatin heute in die Ferien verreisen möchte.

Trotz der kurzfristigen Einladung waren 29 Stimmberechtigte anwesend.

Die zwei Frauen und zwei Männer, die sich aufgrund der Anfrage durch die Ortsparteien für ein Amt zur Verfügung stellen, erhielten zu Beginn der Versammlung Gelegenheit, sich selbst und ihre Motivation kurz vorzustellen.

Kinder sind die Motivation

Der 46-jährige Jakob Rüegg wurde zwar betreffend Schulrat von der CVP angefragt, ist jedoch SVP-Mitglied. Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

Rüegg ist ausgebildeter Metzger, absolvierte verschiedene Weiterbildungen und arbeitet bei der Micarna in Bazenheid im Marketingbereich. Als Grund für seine Kandidatur nannte er seine Kinder, die in Lütisburg die Schule besuchen. Ein Interesse am Schulbetrieb sei so gegeben, und er wolle gerne einen Beitrag leisten für das Wohl der Schulgemeinde.

Maria Bolt wohnt seit fünf Jahren in Lütisburg. Sie ist 34 Jahre alt, verheiratet und Mutter von drei Kindern. Die ausgebildete Krankenschwester ist derzeit in einem Teilzeitpensum in der Psychiatrischen Klinik Littenheid tätig. Ausschlaggebend für die Kandidatur seien die Kinder, verriet die parteilose Maria Bolt. Themen wie Erziehung und Bildung seien sehr wichtig für sie.

Für die Nachfolge der zurücktretenden Gemeinderäte stellt sich ebenfalls ein gemischtes Duo zur Verfügung. CVP-Mitglied Cécile Zehnder hat Jahrgang 1959, ist verheiratet und Mutter von zwei bereits erwachsenen Kindern. Als gelernte Krankenschwester liess sie sich später zur Podologin ausbilden und betreibt nun in Flawil eine eigene Praxis. Sie ist in verschiedenen gemeinnützigen Organisationen aktiv, unter anderem im kantonalen Vorstand der Winterhilfe. «Ich möchte diese interessante Herausforderung annehmen», erklärte Zehnder.

Für die SVP steigt der 53-jährige Werner Grob in den Wahlkampf. Seit 30 Jahren arbeitet er für die Post, war Posthalter und Postautohalter in Rindal und führt nun die Post Lütisburg. Einige Jahre war er Mitglied der GPK Lütisburg. Er habe lange überlegt, als man ihn anfragte, gestand Grob. Doch dann habe er zugesagt, um sich «um die Zukunft der Gemeinde zu kümmern».

Klare Zustimmung

Die Fragerunde wurde nicht benützt. Die drei Parteien zogen sich zur Beratung in separate Räume zurück, um sich dann wieder im Saal zu versammeln. Walter Räss für die CVP, Werner Wagner für die SVP und Felix Tschirky für die FDP meldeten, dass allen Kandidaturen zugestimmt werde.

Sogleich wurden die Unterschriftenbogen herumgereicht, gilt es doch, bis in wenigen Tagen auf der Gemeindekanzlei pro Kandidatur 15 gültige Unterschriften einzureichen.

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