Zwängerei nicht nötig

Volksabstimmung vom 7. März zum Ausbau der Tagesstrukturen Andere Länder, andere Sitten. Die Schweiz ist schon immer gut gefahren, wenn sie sich nicht einfach anderen angeglichen hat.

Drucken
Teilen

Volksabstimmung vom 7. März zum Ausbau der Tagesstrukturen

Andere Länder, andere Sitten. Die Schweiz ist schon immer gut gefahren, wenn sie sich nicht einfach anderen angeglichen hat. Die anderen Länder und auch unsere neidvoll zu uns blickenden Nachbargemeinden zahlen die Mehrausgaben für Luxus-Tagesstrukturen ja nicht.

In der heutigen Wirtschaftslage erscheint es mir wesentlich wichtiger, dafür zu sorgen, dass für arbeitslose Familienväter und alleinerziehende Mütter durch die Schaffung von Jobs und durch Weiterbildung wieder neue Perspektiven geschaffen werden. Auch dies stärkt längerfristig unsere Wirtschaft.

Bestehendes Angebot genügt

Das bestehende Angebot an Tagesstrukturen ist absolut genügend, es muss nicht ausgebaut, sondern optimiert werden.

Ein Tagesstrukturangebot muss vernünftig sein und nicht zum Luxus-Vorzeigemodell ohne Kostenwahrheit ausgebaut werden. Es soll nicht sein, dass Befürworter von alternativen Strukturangeboten oder familieneigener Angebote ein für Gutverdienende viel zu günstiges staatliches Angebot mit subventionieren.

Die Katze nicht im Sack kaufen

Zuerst sollte Kostentransparenz beim Bestehenden geschaffen werden, die Tarife neu und für jedes Portemonnaie gerecht festgelegt werden.

Mit einer besseren Kostendeckung durch die Nutzer können auch mehr Plätze für finanziell Schwächere geschaffen werden. Dass die CVP die Tarifdiskussion anpacken will, ist zwar löblich, soll aber vor einem geforderten Mehrausbau stattfinden. Denn es besteht die Gefahr, dass nach einem Ja zum teuren Ausbau und einem Ja zu einer Steuererhöhung der Druck auf eine solche Diskussion wegfällt. Deshalb: Nein zu einem überdimensionierten Luxusausbau und zu einer vorsorglichen Steuererhöhung.

Roman Hauser Langeggweg 7, 9500 Wil

Aktuelle Nachrichten