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Zuzwils schönster Apfel

An der Hinterdorfstrasse in Zuzwil erinnert neuerdings ein Kunstwerk an die landwirtschaftliche Vergangenheit des Grundstücks. Künstler Alf Suter plazierte den Edelstahl-Apfel just am Tag des Apfels.
Ernst Inauen
Der Zuzwiler Apfel gedeiht: Künstler Alf Suter bei der Gestaltung der künstlichen Frucht aus circa 700 verschieden grossen Blechteilchen.

Der Zuzwiler Apfel gedeiht: Künstler Alf Suter bei der Gestaltung der künstlichen Frucht aus circa 700 verschieden grossen Blechteilchen.

Bevor in Zuzwil die rege Bautätigkeit begann, bewirtschafteten mehrere Generationen der Familie Brunner am östlichen Dorfrand einen kleinen Bauernhof. 1941 wurden die baufälligen Gebäude durch einen Neubau ersetzt. Martin Brunner übernahm 1960 den Hof. Schon in den 60er-Jahren betrieb er neben der Tierhaltung auch den Obstbau. In seiner Familie wuchsen die drei Töchter Lilian, Tamara und Sonja auf. Mangels männlicher Nachfolge gab er 1974 den Landwirtschaftsbetrieb auf und beschränkte sich auf Obstbau.

Mit der rasanten Entwicklung von Zuzwil stand der Hof bald mitten im Wohngebiet. 1997 verteilte Brunner seinen Besitz auf seine Töchter. Er übergab den Hof seiner Tochter Tamara, die mit ihrem Gatten Rolf Hälg eine Schafzucht betrieb. Lilian Schlauri-Brunner, verheiratet mit dem Bauunternehmer Othmar Schlauri, nahm ihrerseits die Chance wahr und plante auf ihrem Grundstück an der Hinterdorfstrasse eine Überbauung. Zusammen mit ihrer Partnerin Rita Egli gründete sie die LIRI Immo AG. Vor zwei Jahren realisierte sie nach dem Abbruch der landwirtschaftlichen Gebäude die Erstellung eines Mehrfamilienhauses mit zwölf Wohnungen, die nun zum grössten Teil vermietet sind.

Schon die Vorbereitungen dauerten zwei Tage

Bei der Planung gab das Architekturbüro Stefan Schlauri dem Bauobjekt den Namen «Öpfelhof», in Erinnerung an den ehemaligen Bauernhof. Als Lilian Schlauri bei der Planung für ihr neues Mehrfamilienhaus in Zuzwil ein passendes Kunstwerk plante, dachte sie an den einheimischen Künstler Alf Suter. Dieser nahm die Idee auf und machte sich Gedanken über die Gestaltung eines Apfels aus Edelstahlblech. Er setzte seine Fähigkeiten ein und schuf ein einzigartiges Kunstwerk. Als erstes galt es, ein Gipsmodell für den Negativkörper herzustellen. Dazu formte Suter eine Styroporkugel und überzog sie mit einem Drahtgeflecht. Mit Gips modellierte er die rund 60 cm hohe Apfelform. Allein diese Vorbereitungsarbeit beanspruchte zwei Tage.

Nun begann die eigentliche Gestaltung des Werks. Aus rostfreiem Drei-Millimeter-Blech schnitt er 700 unregelmässige Plättchen zu, die er praktisch nahtlos zusammenfügte und mit Punktschweissung miteinander verband. Um die abgerundete Apfelform zu erreichen musste er die einzelnen Elemente präzise zuschleifen und runden. In Ergänzung zum Apfelkörper fertigte der Künstler einen Stiel und ein Blatt. Das Kunstwerk wiegt rund 30 Kilogramm. Mit der aufwendigen Arbeit ist Alf Suter zufrieden. «Für mich war dies ein toller Auftrag. Es freut mich, dass ein einheimisches Unternehmen meine Arbeit und Kunst schätzt», sagte er bei der Übergabe. Der Apfel wurde am Tag des Apfels auf dem Parkplatz auf einem Betonsockel plaziert. Er bietet nicht nur einen attraktiven Blickfang, sondern dient zusätzlich auch der Sicherheit bei der Zu- und Abfahrt.

Seit drei Jahren in Zuckenriet

Vor drei Jahren richtete sich der gelernte Schlosser Alf Suter die Räume der ehemaligen Schreinerei als Werkstatt ein. Neben allgemeinen Schlosserarbeiten und Reparaturen jeglicher Art fertigt seine Firma Suter Stahl-Design verschiedenartige Feuerstellen und besondere Objekte an. Seine grosse Leidenschaft gilt kreativen Kunstobjekten, die er mit Schwemmholz und Stahl kombiniert. Immer wieder erhält Alf Suter Aufträge für spezielle Objekte für Haus und Garten.

Lilian Schlauri (links) und Rita Egli freuen sich über das Kunstobjekt. (Bilder: Ernst Inauen)

Lilian Schlauri (links) und Rita Egli freuen sich über das Kunstobjekt. (Bilder: Ernst Inauen)

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